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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. Oktober 2017 | 05:05 Uhr

Diskussion erwünscht : Vogelschutz jetzt mit allen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stalu erklärt Wassersportlern, Landwirten, Förstern und Anliegern des Schweriner Sees den Managementplan – Dienstag in Cambs

von
erstellt am 14.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Endlich: Der Vogelschutz an den Schweriner Seen geht in die praktische Phase. Jetzt sind alle gefragt – Wassersportler, Landwirte, Förster und auch alle anderen Anlieger des Schweriner Sees. Nach mehr als einem Jahr Feldarbeit und nunmehr über drei Monaten Verspätung liegt mit dem Managementplan die Datenbasis für das EU-Vogelschutzgebiet vor. Simpel gesagt, geht es um die konkreten Ergebnisse, die für die Vogelwelt des 18 500 Hektar großen Gebietes zwischen den Jahren 2007 und 2013 erhoben wurden. Diese stellt das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Stalu) morgen Abend allen Interessenten in der Grundschule Cambs vor. Los geht es um 17 Uhr.

Der Managementplan bildet den Lebensraum des Vogelschutzgebietes „Schweriner Seen“ in seiner Gesamtheit ab. Der Leitfaden soll dann einen Rahmen für künftige Entwicklungen auf und rund um den Schweriner See vorgeben. Die Erarbeitungskosten liegen bei mehr als 100 000 Euro, von denen die Europäische Union 75 Prozent übernimmt. Auf der Grundlage des Managementplanes müssten für künftige Bauprojekte nur noch spezifische Verträglichkeitsprüfungen erstellt werden, die so wesentlich kostengünstiger sind. Das Papier bildet aber auch einen Leitfaden für die Nutzung des Schweriner Sees beispielsweise durch Wassersportler, Fischer und Landwirte.

In den kommenden Wochen plant das Stalu deshalb gemeinsam mit allen Betroffenen in Arbeitsgruppen praktische Regeln zu erarbeiten. Diese sollen den Nutzern des Schutzgebietes und den 29 schützenswerten Vogelarten gleichermaßen zu Gute kommen. „Je nach Gesprächsbedarf“, sagte der zuständige Dezernent Bernhard Fiedler. „Der Diskussionsprozess wird aus den Erfahrungen mit anderen Projekten heraus etwa sechs Monate andauern.“ Es geht um Lösungen, wie man die Bedingungen für die Vogelwelt verbessern oder wenigstens deren Erhalt sichern kann. „Das fertig ausgearbeitete Papier kann als so genanntes Naturschutzfachgutachten theoretisch schon als Genehmigungsgrundlage für Investoren dienen“, so Bernhard Fiedler weiter.

 

 

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