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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 11:53 Uhr

Video : Vogelgrippe: Zoo Schwerin muss schließen

vom

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest Anfang November haben auch die Zoos im Land umfangreiche Schutzvorkehrungen für ihre Tiere getroffen. Doch den absoluten Schutz gibt es nicht, wie jetzt in Schwerin wieder deutlich wurde.

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2017 | 09:46 Uhr

Die Vogelgrippe hat Schwerin erreicht: Im Zoo der Landeshauptstadt wurde der hochansteckende H5N8-Erreger bei einer Schneegans festgestellt, so die Leitung des Tierparks. Das Tier war bereits am Sonntag tot auf der Wasservogelanlage gefunden worden, die Ergebnisse der Untersuchungen lagen aber erst Mittwochabend vor.

In Absprache mit dem Veterinäramt wurde der Zoo sofort für unbestimmte Zeit geschlossen und ein drei Kilometer weiter Sperrbezirk für Kleingeflügelhalter eingerichtet.

„Wir haben gehofft, dass der Kelch noch einmal an uns vorüber geht. Leider hat das Labor bei dem toten Wasservogel aus dem Zoo den Erreger H5N8 gefunden“, sagte Zoo-Direktor Dr. Tim Schikora. Auch wenn alle anderen Vogelarten des Zoos aufgrund der schon länger geltenden Stallpflicht einen gewissen Schutz vor der Ansteckung hätten, seien die Verantwortlichen sehr beunruhigt.

Unmittelbar nach Bekanntwerden von Vogelgrippefällen in den Nachbarländern im November  des vergangenen Jahres hatte der Schweriner Tierpark bereits mit Schutzmaßnahmen begonnen. Geholfen hat das aber nichts:  Alle Vögel, die auf der Wasservogelanlage zu Hause sind, müssen jetzt gefangen und getötet werden. „Wir gehen davon aus, dass es ungefähr 50 Tiere sind“, erklärte der Zoo-Direktor. Allen anderen  250 Vögel – darunter auch Pinguine und Flamingos – werden  von Mitarbeiter-Teams in Seuchenkleidung Proben entnommen. „Wenn ein Vogel infiziert ist, müssen wir ihn und  seine Artgenossen töten“, so Schikora.

Auch am Ostorfer See wurde ein toter Silberreiher gefunden, der mit dem hochpathogenen Virus infiziert war, wie Andreas Bonin, Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim erklärte. Der Landkreis  hatte jüngst die Bestimmungen gelockert, nachdem es keine aktuellen Fälle von H5N8 gab. Aufgrund der Vorfälle im Zoo und am Ostorfer See hat der Landkreis nun angekündigt, dass es neue  Verfügungen zu Sperr- sowie Beobachtungsgebieten geben wird. Bis Redaktionsschluss waren diese allerdings noch nicht erlassen. 

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