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23. Oktober 2017 | 06:31 Uhr

Vital-Menüs schmecken Kindern und Mela-Gästen

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erstellt am 11.Sep.2013 | 10:23 Uhr

Demen | Wenn die Ehrengäste der Mela sich morgen nach ihrer Eröffnungsrunde am Mittagstisch stärken wollen, steht das von den Köchen der Demener Firma UWM zubereitete Essen schon bereit: Pommersche Fleischbällchen mit Karotten und Kartoffeln. "Wir kochen 80 Essen zusätzlich für diesen Tag", berichtet Angela Mirus. Damit werden aber nicht nur Ministerpräsident Erwin Sellering und die anderen Offiziellen bewirtet. Auch Vertreter von Schulen der Region Güstrow haben eine Einladung zum Mittagessen erhalten. Denn der Verein Agrarmarketing (AMV) und die Firma UWM nutzen die größte Landwirtschaftsausstellung von MV, um die gemeinsam entwickelten Vital-Menüs noch bekannter zu machen.

Ein weiteres beliebtes Gericht aus dieser Rezep te sammlung ist die Mecklenburger Bratwurst mit Dampfkartoffeln, Soße und Rotkohl. Dieses ist eines von 20 Vital-Menüs, die auf dem Speiseplan von UWM stehen. Jeden Tag ist dort unter den fünf zur Auswahl stehenden Essen ein solches Menü zu finden. Das Besondere: Lebensmittel-Produzenten aus unserem Land beliefern die Demener Großküche. Dort werden die Waren frisch verarbeitet und von Kindergarten-Kindern, Schülern und Firmenangestellten, die UWM beliefert, verzehrt. "Genau das soll mit den

Vital-Menüs erreicht werden", blickt UWM-Geschäftsführer Wolfgang Höfer auf die Anfänge zurück. AMV wollte und will die Vermarktung der Lebensmittel aus dem Land direkt in Mecklenburg-Vorpommern verbessern. Da diese hierzulande verwertet werden, erhöht sich die Wertschöpfung. Und auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen: Kurze Wege zwischen Hersteller, Küche und Verbraucher reduzieren Transporte. UWM war von Anfang an mit an Bord. In der Demener Küche wurden die Tests durchgeführt und schließlich 25 Gerichte zusammengestellt. Im Frühjahr 2011 ging es nach zweijähriger Projektentwicklung und Testphase in die Produktion über. Seit September des gleichen Jahres stehen Vital-Menüs auf den Speiseplänen der Demener Großküche.

Bei der Mecklenburger Bratwurst mit Dampfkartoffeln, Soße und Rotkohl werden Schweriner Würste gebraten. Rotkohl und Kartoffeln liefert der Kartoffel-Gemüse-Service aus Plate. Das sind zwei von rund einem Dutzend Kooperationspartnern aus MV und Brandenburg bei den

Vital-Menüs. "Dieses Gericht wird heute übrigens nicht ganz so angeboten, wie es in der Entwicklungsphase angedacht war. Wir haben das Sauerkraut durch Rotkohl ersetzt", verrät Angela Mirus. Der Grund ist ganz einfach: Kindern schmeckt Rotkohl einfach besser. Und die meisten Mittagessen liefert UWM nun mal an Kindergärten und Schulen.

Wolfgang Höfer und Angela Mirus sind stolz darauf, dass sie an dieser Erfolgsgeschichte mitgeschrieben haben. Und die Vital-Menüs sind heute aus dem Angebot der Demener nicht mehr wegzudenken. Es gibt Gemüse- oder Eierfrikassee jeweils mit Kartoffeln, Heringsstipp mit Sahne soße und Pellkartoffeln, Räuberschnitzel mit Vollkornnudeln und Tomatensoße, Quarkauflauf und Hefeklöße. Ein echter Renner unter den Vital-Menüs ist auch die Pommersche Hacksteakrolle mit Kartoffelpüree und Gemüse. Am

19. September steht sie wieder auf dem Speiseplan. "Bislang haben wir für diesen Tag rund 6 000 Essenbestellungen vorliegen", berichtet Angela Mirus. 2 500 Mittagsgäste wollen dieses Gericht essen. "Und dabei haben wir an diesem Tag mit Käsetortellini mit Tomatensoße sowie Vollkornreis mit Hühnchenfleisch und Currysoße starke Konkurrenten, die gerade bei Kindern beliebt sind." Jeweils rund 1 400 Bestellungen für diese Essen liegen bislang vor. Selbst bei den noch eingehenden Bestellungen bis zum 19. September morgens 8 Uhr wird sich am Spitzenplatz für die Hacksteakrolle nichts ändern, ist Angela Mirus überzeugt.

Die Demener wollen mit den Vital-Menüs auf jeden Fall in der Erfolgsspur bleiben. Warum es bislang keine Nachahmer in MV gegeben hat, denn die Rezepte werden von AMV auch anderen Großküchen zur Verfügung gestellt, kann Wolfgang Höfer nur vermuten: "Wichtig für den Erfolg ist die enge Zusammenarbeit mit den Erzeugern in der Region. Wir haben uns Partner gesucht und gefunden, die ebenfalls von diesem Projekt überzeugt sind."

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