Schwerin : Vier Drogenhändler verknackt

Da ging es um mehr als einen Joint: Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Schwerin wurden unter anderem elf Kilogramm Marihuana sichergestellt.
Da ging es um mehr als einen Joint: Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Schwerin wurden unter anderem elf Kilogramm Marihuana sichergestellt.

Drei Schwerinern und einem Hamburger droht Haft von mehr als fünf Jahren

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17. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Jetzt haben Polizei und Staatsanwaltschaft zugeschnappt. Drei Schweriner und ein Hamburger könnten für längere Zeit ins Gefängnis wandern. Den Männern im Alter von 22 bis 35 Jahren wird vorgeworfen, mit Drogen im großen Stile gehandelt zu haben. Das Amtsgericht Schwerin hat gegen die vier Tatverdächtigen Haftbefehle erlassen und jeweils den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Vom 26. Oktober bis zum 10. Dezember sollen die Männer in acht Fällen Betäubungsmittel in Hamburg erworben und diese gewinnbringend weiterverkauft haben. Einer der Beschuldigten soll dabei als Kurierfahrer tätig gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin geht davon aus, dass die Betäubungsmittel durch die drei weiteren Beschuldigten aus einer Wohnung in Schwerin verkauft wurden. Möglicherweise zur Absicherung der Betäubungsmittelgeschäfte in der Wohnung gab es verschiedene Waffen. Unter anderem wurden eine Schreckschusspistole und ein Teleskopschlagstock bereit gehalten. Der Festnahme der Beschuldigten ging eine Durchsuchung ihrer Wohnräume durch Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin voraus, bei der etwa elf Kilogramm Marihuana, 2,2 Kilogramm Amphetamin, 100 Gramm Kokain und 900 Gramm Haschisch gefunden worden waren. Zudem wurde Bargeld in Höhe von insgesamt 13 820 Euro gesichert. Die Staatsanwaltschaft weist trotz der scheinbar erdrückenden Beweislage auf die generelle Unschuldsvermutung hin. Die Tatbestände des bandenmäßigen, unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unter Führung von Waffen sehen Freiheitsstrafen von mindestens fünf Jahren vor.

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