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Einsatz für Schwerin : Vier Azubis kämpfen für eine Uni

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vom Berufsschulprojekt zur großen Initiative: Angehende Immobilienkauffrauen wollen Hochschule nach Schwerin holen

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Für Julia Schmid (22), Caroline Rühmling (20), Josephine Brückner (21) und Laura Krause (21) ist der Fall klar: Schwerin muss eine Universität bekommen. Die vier angehenden Immobilienkauffrauen haben das Thema Uni in Schwerin für eine Gruppenarbeit in ihrer Berufsschulausbildung gewählt. Doch aus dem Schulprojekt ist längst mehr geworden – eine Initiative, die zum Beispiel auf Facebook bereits rund 1500 Unterstützer gefunden hat.

„Ich finde es ausgesprochen schade, dass viele meiner Bekannten die Stadt verlassen, weil sie in Schwerin nicht studieren können“, sagt Julia. Die 22-Jährige macht ihre Ausbildung bei der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) und gab den Anstoß für die Projektarbeit. „Ich hätte gern auch selbst in Schwerin studiert“, erklärt Julia. Gemeinsam mit Caroline, die eine Lehrstelle bei der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) hat, und Josephine und Laura, die in Greifswald und Neubrandenburg ausgebildet werden, rührt sie nun die Werbetrommel für eine Uni in der Landeshauptstadt.

Ein Gespräch mit der Schweriner Stadtvertreterin Cécile Bonnet haben die vier Azubis schon geführt, um bei einer jungen Politikerin in Schwerin um Unterstützung für ihr Projekt zu werben. Eine Umfrage unter Besuchern des Schlosspark-Centers steht ebenfalls schon auf der Haben-Seite. „Mehr als 90 Prozent der Befragten wünschen sich eine Universität in Schwerin“, berichtet Julia. Auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow habe sich positiv geäußert.

Eine Uni würde nicht nur junge Leute in Schwerin halten, sondern auch die Wirtschaft in der Stadt ankurbeln, erläutert Julia. „Studenten kaufen ein und brauchen Wohnraum.“. In Schwerin gäbe es viele leer stehende Wohnungen, in die die Studierenden prima einziehen könnten. Überhaupt, so die 22-Jährige: „Eine Universität würde der Landeshauptstadt gut zu Gesicht stehen.“

Um überregional ausstrahlen zu können, müsste sich eine Uni in Schwerin allerdings spezialisieren – neben Klassikern wie Jura und Betriebswirtschaftslehre auch ungewöhnliche Fächer anbieten, betont Julia. „Dann hat auch eine Universität in einer kleineren Stadt eine Chance.“

Julia und ihre Mitstreiter machen sich bereits Gedanken über einen möglichen Standort für eine Uni. „Wir haben zwei Flächen auf dem Dreesch im Auge“, verrät die 22-Jährige. Auch zur Finanzierung entwickeln die vier Auszubildenden bereits Ideen. Im Dezember planen sie eine Präsentation, im Februar 2015 müssen sie ihre Projektarbeit abgeben.

„Wir wollen aber auf jeden Fall am Drücker bleiben“, versichert Julia. Nächste Woche haben sie und ihre Mitstreiterin ein Gespräch mit dem Förderverein für eine Hochschule in Schwerin.

 

 

 

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