Schweriner Serviceclubs : Vielfalt ist das Besondere

Auf dem Flohmarkt in der Friedrichstraße sammelten die Schweriner Clubschwestern von Soroptimist International Geld für ihre soziale Arbeit.
Auf dem Flohmarkt in der Friedrichstraße sammelten die Schweriner Clubschwestern von Soroptimist International Geld für ihre soziale Arbeit.

Soroptimist International unterstützt Projekte für Frauen

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11. Dezember 2017, 23:58 Uhr

Sie setzen sich für soziale Projekte ein, möchten der Gesellschaft etwas zurückgeben und kümmern sich um das Wohl anderer, unabhängig von Glauben und Politik – Servicelubs in der Landeshauptstadt. Doch welche Clubs gibt es überhaupt in Schwerin, was macht sie so besonders und für welche Werte setzen sie sich ein? Heute erzählen Elke Bothe und Dr. Gratiana Steinkamp von ihrem Engagement im Serviceclub Soroptimist International.

Vielfalt – dieses Wort beschreibt den Schweriner Soroptimist International Club am besten. „Bei uns sind verschiedene Berufe vertreten und keine Tätigkeit doppelt sich“, erklärt Elke Bothe. Die derzeitige Präsidentin schätzt diese Vielfalt an unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen. „Das bereichert unsere Persönlichkeiten.“

23 Frauen mit verantwortlichen Positionen im Berufsleben engagieren sich momentan bei den „besten Schwestern“, wie der Serviceclub aus dem Lateinischen übersetzt heißt. Einmal im Monat treffen sie sich, organisieren neue Projekte oder diskutieren – auch mal kontrovers – mit Referenten gesellschaftliche Themen. Bewusst machen, bekennen, bewegen lautet dabei das internationale Motto des Frauennetzwerkes. „Wir wollen der Gesellschaft etwas Gutes zurückgeben, dafür arbeiten wir gemeinsam“, sagt Vizepräsidentin Dr. Gratiana Steinkamp.

Frauen stehen dabei im Mittelpunkt des Engagements. So wird das Awo-Frauenhaus „Frauen in Not“ finanziell oder mit materiellen Dingen unterstützt, ebenso fördern die Soroptimistinnen den Schweriner Kinderschutzbund. Auf Veranstaltungen in der Stadt, wie dem Flohmarkt in der Friedrichstraße, wird Geld gesammelt, mit dem verschiedene Projekte für Frauen finanziert werden, wie ein gemeinsamer Theaterbesuch mit syrischen Frauen.

Gegründet wurde der Club von Soroptimist International in der Landeshauptstadt vor 22 Jahren mit der Unterstützung des Clubs Wuppertal-Toelleturm. „Die Schwestern haben eine Patenschaft für uns übernommen und gemeinsam mit Schweriner Frauen weitere Mitglieder gesucht“, erzählt Elke Bothe, die als Physiotherapeutin über eine Patientin zu Soroptimist kam. Für einen neuen Club müssen mindestens 18 Frauen Mitglied sein. Dr. Gratiana Steinkamp kam 2006 dazu, vorher war sie eine Soroptimistin in Hannover.

Alle zwei Jahre wird ein neuer Vorstand gewählt, Elke Bothe ist auch im kommenden Jahr die Präsidentin. „Es ist eine große Ehre und Verantwortung für mich.“ Ebenso wie Gratiana Steinkamp würde sie sich über neue Mitglieder freuen. Eine Patin kümmert sich um die Aspirantin, es wird sich monatelang beschnuppert und dann einstimmig entschieden. Denn eine Mitgliedschaft bei Soroptimist International ist eine langfristige Bindung – mit Vielfalt.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

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