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Schwerins Wirtschaftskraft wächst : Viele Unternehmen investieren kräftig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Firmen in den Gewerbegebieten erweitern in diesem Jahr die Produktion und stellen neue Arbeitskräfte ein

von
erstellt am 09.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Wirtschaft in der Landeshauptstadt boomt, das Steueraufkommen wächst. „Während wir vor fünf Jahren Gewerbesteuereinnahmen von rund 20 Millionen Euro hatten, waren es 2016 etwa 30 Millionen. Und wir rechnen für das neue Jahr mit einem ähnlich guten Ergebnis“, sagt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum. Damit einher gehe die Schaffung neuer Arbeitsplätze. „Schwerin ist auf einem guten Weg“, sagt der Vize-Oberbürgermeister.

Die positive Entwicklung betrifft keineswegs nur den Industriepark Göhrener Tannen, wenngleich dort das Wachstum am deutlichsten sichtbar ist. Die Firma Zim Flugsitze wird am 3. März die Produktion aufnehmen. Der Zulieferer für die Luftfahrtindustrie hat rund acht Millionen Euro in seinen neuen Betrieb investiert. Und er hat Magnetwirkung. Ein Geschäftspartner von Zim will das benachbarte Grundstück erwerben und dort noch in diesem Jahr bauen. Unübersehbar ist das Wachstum von Flamm-Aerotec. Mit der Verdoppelung der Hallenfläche um 10 000 Quadratmeter erfolgt derzeit ein weiterer Ausbau der Kapazitäten des Airbus-Zulieferers mit einem Investitionsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro.

Auch Nestlé erweitert seine Produktion. 1,8 Milliarden Kaffeekapseln sollen in diesem Jahr im Schweriner Werk vom Band gehen. Derzeit werden die siebte und achte Produktionslinie aufgebaut. Bis Jahresende soll die Mitarbeiterzahl auf 400 steigen.

Im Industriepark entsteht 2017 ein weiteres Werk: Das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Ypsomed will 50 Millionen Euro investieren. Innerhalb von sechs Jahren sollen 200 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Kräftig gebaut wird auch im Gewerbegebiet Görries: Der Kessel- und Apparatebauer Kesap hat rund 2,8 Millionen Euro in eine neue 2100 Quadratmeter große Produktionshalle und ein zweigeschossiges Bürogebäude investiert. Die Dachbaustoffe Rath GmbH ist nach Görries umgezogen und hat dort seine neue Niederlassung mit Lagerhalle, Bürogebäude, Verkaufs- und Ausstellungsräumen errichtet.

Im Gewerbegebiet „Am Fährweg“ wächst das Unternehmen Mona Sojaland. Im vergangenen Jahr wurde für zwei Millionen Euro die Hallenfläche vergrößert, dieses Jahr wird eine neue Stahlbetonfertighalle mit 5100 Quadratmeter Fläche entstehen. Investiert hat Am Fährweg auch die Spedition Kruse und eine neue Halle gebaut. Die Spedition Matthiesen will ebenfalls eine neue Halle bauen. Im Gewerbegebiet Sacktannen sind die Kunststoff-Firmen Schoeller Alibert und Greenlife sowie das Kabelwerk Prysmian auf Erfolgskurs.

„Die Wirtschaftslage ist gut, ebenso die Stimmung bei den Unternehmern“, fasst Nottebaum zufrieden zusammen.

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