Halbzeit-Bilanz : Viele Kunden sehen sich noch um

Andrang in der Mecklenburgstraße: Von der Magnetkraft des Weihnachtsmarktes profitiert auch der Schweriner Einzelhandel.
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Andrang in der Mecklenburgstraße: Von der Magnetkraft des Weihnachtsmarktes profitiert auch der Schweriner Einzelhandel.

Hoffnungsvoll bis zufrieden: Einzelhändler in der Landeshauptstadt bewerten bisheriges Weihnachtsgeschäft durchaus unterschiedlich

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09. Dezember 2014, 23:43 Uhr

Halbzeit im Weihnachtsgeschäft: Nach den ersten beiden Adventswochenenden bewerten die Einzelhändler in Schwerin die Situation durchaus unterschiedlich. „Der große Ansturm kommt erst noch“, sagt der Manager des Schlosspark-Centers, Klaus Banner. An Besuchern fehle es zwar nicht im Center, vor allem die Unterhaltungselektronik locke, doch viele Kunden nutzten die Zeit noch, um sich zu informieren. Erfahrungsgemäß seien das dritte und vierte Adventswochenende aber besonders umsatzstark, so Banner. Und Geschenke würden auch noch am Heiligen Abend gekauft.

Auf der anderen Seite des Marienplatzes zieht der Manager der Marienplatz-Galerie eine insgesamt positive Zwischenbilanz. Mit mehr als 30 000 Besuchern habe die Galerie am vergangenen Late-Night-Shopping-Sonnabend die höchste Kundenfrequenz seit der Eröffnung erzielt, berichtet Christian Krause. Vor allem Anbieter von Textilien und Spielwaren seien mit dem bisherigen Absatz zufrieden.

Zufriedene Gesichter gibt es auch im Modehaus Kressmann in der Mecklenburgstraße. „Das Geschäft läuft besser als im vergangenen Jahr“, schildert Filialleiterin Evelyn Hoffmann. Gefragt seien unter anderem Hemden, Strickwaren, Mützen und Wäsche. Dass die Kunden in so großer Zahl in die Innenstadt kommen, daran habe auch der Weihnachtsmarkt einen wesentlichen Anteil, betont Hoffmann.

„Der Weihnachtsmarkt ist ein echter Magnet“, bestätigt die Vorsitzende der Werbegemeinschaft Altstadt, Angela Hinze. Es seien viele Besucher in der Stadt, davon profitiere der Einzelhandel. Und offenbar gilt auch der Umkehrschluss: Auf die verbleibenden Adventswochenenden setzt nämlich das Kaufhaus Stolz in der Mecklenburgstraße, das nicht im Zentrum, sondern an der Peripherie des Weihnachtsmarktes liegt. „Der Umsatz ist gut, könnte aber noch besser sein“, erklärt Filialleiterin Andrea Lübbe auf Anfrage unserer Zeitung.

„Im Großen und Ganzen zufrieden“ mit dem Weihnachtsgeschäft zeigt sich Kay-Uwe Teetz, Geschäftsführer beim Einzelhandelsverband Nord. „Es gibt ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr.“ So habe der Temperatur-Einbruch im Dezember den Verkauf von Wintergarderobe erleichtert, erläutert Teetz. Nach seinen Angaben erzielt der Einzelhandel im Schnitt 20 Prozent seines Jahresumsatzes vor Weihnachten.

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