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Schwimmhalle auf dem Dreesch : Viele Debatten und Vorschläge: Am Ende stimmt eine Zahl

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Seit zehn Jahren streiten die Schweriner über die Schwimmhallen – und auch jetzt sind noch nicht alle Bürger mit dem Neubau auf dem Dreesch einverstanden

von
erstellt am 29.Jan.2015 | 20:59 Uhr

Es war ein langes Ringen, und der Sieger steht auch noch nicht fest: Zwar wurde gestern die neue Halle auf dem Dreesch eröffnet, doch zufrieden scheinen nicht alle. Seit mehr als zehn Jahren gehen die Meinungen über einen Schwimmhallen-Neubau in der Stadt auseinander. Hieß es anfangs noch, dass an den Belasso-Sportpark eine Schwimmhalle angebaut werden soll, so führte die Diskussion ab 2005 in Richtung der Sanierung der beiden vorhandenen Hallen. Dazu gab es im ersten Halbjahr auch ein Bürgerbegehren, das 13  000 Schweriner unterschrieben haben. Somit wurde der Plan von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow ausgebremst, in Krebsförden neu zu bauen. Die Stadtvertretung beschloss daraufhin: „Beide Schwimmhallen werden bis zum 31. Dezember 2012 saniert.“ Doch diesen Beschluss hat die Volksvertretung nach Ablauf der zweijährigen Bindungsfrist für das Bürgerbegehren geändert. Begründung: zu teuer. Der jetzige Stand wurde beschlossen – eine neue Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch und Abriss der Lankower Halle. Die geplanten Kosten lagen bei 11,05 Millionen Euro. Das bedeutet zwar eine kleinere Wasseroberfläche als beide Hallen zusammen, doch eine Ersparnis von 200  000 Euro wurde in Aussicht gestellt. Die unübersehbaren Nachteile wie beispielsweise längeren Anfahrzeiten für viele Schüler und Bürger, lässt Angelika Gramkow nicht gelten. Die neue Halle habe eine gute Anbindung an Bus und Bahn – und sei besser als jeder andere Standort in Schwerin erreichbar, argumentiert sie. Dumm nur, dass laut Studie der Verwaltung 85 Prozent der Schwimmbad-Besucher mit dem Auto kommen…

Eines wurde aber eingehalten: die Höhe der Baukosten. Knapp acht Millionen Euro kamen aus dem Landes-Fördertopf und drei Millionen aus der Stadtkasse.

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