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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 05:03 Uhr

Hinter Schweriner Türen : Viel Technik fürs Theater

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Blick hinter verschlossene Türen – heute: Die Unterbaumaschinerie im Großen Haus kann auch Mähdrescher bewegen

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Ob große Holztüren oder schwere Eisenportale, kleine Luken oder automatische Glastüren – in der Stadt gibt es zahllose Eingänge an öffentlichen Orten. Doch nicht immer dürfen Schweriner einfach so hineingehen, meist liegen die Räume dahinter im Dunkeln. Dabei verbirgt sich die eine oder andere Überraschung hinter den verschlossenen Türen in der Landeshauptstadt, wie die Untermaschinerie des Mecklenburgischen Staatstheaters am Alten Garten.

„Unbefugten ist der Zutritt verboten“ steht auf gelben Schildern. Überall hängen Kabel, Stahl dominiert den großen Raum, in den man über eine Treppe neben der Bühne gelangt: die Untermaschinerie im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters. Was hier unten, viereinhalb Meter unter der Bühne, passiert, ist für die Zuschauer nicht sichtbar.

„Vier Bühnen-Podien können wir hier verfahren, drei davon können wir auf minus vier Meter absenken und auf einen Meter hochfahren“, erklärt Steffen Bendin. „Damit können wir auch sehr schwere Sachen für das Bühnenbild bewegen wie zum Beispiel jüngst den Mähdrescher für das Stück ‚Vor dem Fest‘“, so der Bühnenmeister. Wenn sich die Dinge im Stück nicht bewegen, können sie pro Podium bis zu 21 Tonnen schwer sein, bei Dynamik nur fünf Tonnen. „Wenn der 80-köpfige Extrachor tanzt, sind diese schnell erreicht“, sagt Bendin.

Durch drei Türen pro Bühnenseite können die Mitarbeiter wie Hannes Lange die Requisiten auf die Podien bewegen, allerdings nur, wenn auch alle Elemente an ihrem Platz sind. Sonst sind die Türen verschlossen. „Jedes Bauteil passt auf ein anderes auf“, erklärt Schnürmeister Lange die technische Absicherung und drückt auf seinem Bedienwagen eine Taste. Ein Unterbühnenwagen fährt aus der Garage hervor, er bietet den Mitarbeitern zusätzliche Arbeitsfläche. Das Geräusch, das dabei entsteht, sei im Zuschauerraum nicht zu hören, versichert Steffen Bendin.

Neben der Technik haben noch andere Dinge ihren Platz unter der Bühne: die Drehscheibe, der Schwingboden und der Tanzteppich vom Ballett oder auch der Konzertflügel. Denn in der Untermaschinerie ist es immer warm und trocken.

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