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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 19:36 Uhr

Schwerin : „Viel Lobbyarbeit für Welterbe“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fördervereinsvorsitzender Norbert Rethmann sieht noch einen langen Weg für Schwerin bis zum Unesco-Entscheid

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 11:45 Uhr

Der Weg zur Anerkennung des Residenzensembles als Welterbe wird lang sein. Das sagte der Vorsitzende des Welterbefördervereins, Norbert Rethmann, auf einer Mitgliederversammlung des Vereins Pro Schwerin. „Das Ziel ist nicht in zwei, drei Jahren zu erreichen, das wird fünf bis zehn Jahre dauern.“ Das Vorhaben brauche einen langen Atem. Besonders wichtig sei es, so Rethmann, die Bürger mitzunehmen. „Das Ziel Welterbe ist in der Bevölkerung noch nicht richtig definiert.“

Norbert Rethmann wies außerdem darauf hin, dass im Unesco-Komitee, das über die Vergabe des Welterbetitels entscheidet, kein Deutscher mehr sitzt. „Wir müssen viel Lobbyarbeit leisten, auch über die diplomatischen Vertretungen.“ Mit der Abgabe von Aktenordnern sei das nicht getan.

Der Fördervereinsvorsitzende stellte die Vorhaben vor, die den Welterbegedanken in die Bevölkerung „Schwerins und des Umlandes“ tragen sollen. So wird es eine dreitägige Veranstaltung der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, des Staatstheaters und des Vereins geben, bei der die einzelnen, zum Residenzensemble gehörenden Stätten bespielt werden. Zum Programm wollte sich Rethmann noch nicht äußern, das werde von den Festspielen demnächst vorgestellt. Es gäbe aber die gute Nachricht, dass die Finanzierung bereits gesichert sei.

Der Förderverein will einen Schülerwettbewerb durchführen. „Kinder und Jugendliche sind für uns Multiplikatoren. Die genauen Inhalte des Wettbewerbs würden derzeit definiert. Gedacht ist an eine Laufzeit über vier Jahre.

Im Herbst soll es eine große Veranstaltung geben, die das Land, die Stadt und der Förderverein gemeinsam organisieren. Der erste Teil soll sich mit der wissenschaftlichen Betrachtung der Schweriner Welterbebewerbung beschäftigen. Im zweiten wird es umfassende Informationen für die Bürger geben. „Wir planen aber auch viele kleine Aktionen wie thematische Stadtführungen oder Straßenbahn-Werbung“, kündigte Rethmann an.

Siegbert Eisenach, Vorstandsmitglied des Fördervereins, wies auf eine Veranstaltung im Ludwig-Bölkow-Haus hin. Dort wird am 3. März die Welterbebeauftragte der Stadt, Claudia Schönfeld, den Stand der Bewerbung vorstellen und der Präsident der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, Joachim Brenncke, die Möglichkeiten, wie in Schwerin auch mit einem Welterbestatus weiterhin neu gebaut werden kann.

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