Schweriner Kleingärten : Viel Bewegung - weniger Diebe

Blick in die Kleingartenanlage „Am Lankower See“: In einer Januar-Nacht wurden in der Sparte 16 Lauben aufgebrochen.
Blick in die Kleingartenanlage „Am Lankower See“: In einer Januar-Nacht wurden in der Sparte 16 Lauben aufgebrochen.

Laubeneinbrüche in Schwerin: Seit Jahresbeginn registrierte die Polizei bereits 40 Fälle

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12. Februar 2018, 21:00 Uhr

In Schweriner Kleingartenanlagen sind wieder Langfinger unterwegs. Sie nutzen die dunkle Jahreszeit für Beutezüge, schauen sich in den verlassenen Gartenhäusern nach Wertgegenständen um. Was rät die Polizei? Wie können sich Laubenbesitzer versichern? Was unternehmen Kleingärtner, um sich zu schützen? Wie geht der Verband mit dem Problem um? Diesen Fragen wollen wir in unserer aktuellen Wochenserie nachgehen. Heute: die Ratschläge der Polizei.

Die Täter hebelten Türen auf, schlugen Fensterscheiben ein. In nur einer Nacht im Januar wurden in der Kleingartenanlage „Am Lankower See“ 16 Lauben aufgebrochen. Auch andere Anlagen in der Stadt sind in diesem Jahr schon von Einbrechern heimgesucht worden, unter anderem in Görries und in der Weststadt. „Wir gehen davon aus, dass seit Jahresbeginn etwa 40 Gartenhäuser in der Stadt aufgebrochen wurden“, sagt Polizeisprecherin Katrin Hilberling. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2017 hat es 110 Aufbrüche gegeben. Die Täter würden mitnehmen, was sie bekommen könnten, Elektrogeräte wie Radios, Fernseher oder Bohrmaschinen genauso wie Lebensmittel, so Hilberling. „Gestohlen wird, was nicht niet- und nagelfest ist.“

Einmal mehr appelliert die Polizei deshalb an die Gartenbesitzer, sämtliche Wertgegenstände aus den Lauben zu entfernen und alle Vorkehrungen zu treffen, um potenziellen Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen. So sollten Gartenfreunde auch in den Wintermonaten tagsüber für Bewegung in der Anlage sorgen und verabreden, wer wann nach dem Rechten sieht. Technische Überwachungsmöglichkeiten könnten ebenfalls eine gute Alternative darstellen, so die Polizei. Detaillierte Informationen zum Einbruchsschutz erhielten Interessierte bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in der Graf-Yorck-Straße 8 oder unter der Telefonnummer 0385/51803056.

Um den Lauben-Einbrechern auf die Schliche zu kommen, sei jede Beobachtung wichtig, betont Hilberling. So habe die Polizei etwa im vergangenen Jahr eine Einbruchsserie in der Kleingartenanlage „Neumühler Aussicht I“ nach dem Hinweis eines Gartenfreundes aus der Sparte aufklären können (SVZ berichtete).

Gegen einen Einbruch in die Laube gäbe es leider kein Patentrezept, sagt Hilberling. Die Polizei helfe aber mit Rat und Tat, sollte im Falle eines Falles sofort verständigt werden.




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