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Spektakuläre Übung in Schwerin : Video: Rettung aus der Platte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nachwuchs von Brandschützern und Rettungskräften probte in leer stehendem Zehngeschosser der WGS in Lankow den Ernstfall

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erstellt am 25.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Hochhaus Julius-Polentz-Straße, schwarzer Rauch kommt aus einem Kellerfenster, die Lage wirkt bedrohlich. „Zwei Jugendliche haben gezündelt, zwei Erwachsene beim ersten Löschversuch die Orientierung verloren“, erklärte Stefan Krohn von der Schweriner Feuerwehr das Übungsszenario. Im leer stehenden Zehngeschosser der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) in Lankow hat der Nachwuchs von Feuerwehr und Rettungsdienst gestern den Ernstfall geprobt. Mit Erfolg: Die Verletzten wurden gerettet, der Brand bekämpft. „Es kommt bei dieser Übung nicht auf Schnelligkeit an“, sagte Übungsleiter Krohn. „Wir wollen sehen, ob die jungen Leute die wichtigsten Handgriffe beherrschen, die Schläuche richtig kuppeln, die Atemschutztechnik korrekt anlegen, ob die Kommunikation beim Einsatz funktioniert.“

 

So waren die 14 Brandmeisteranwärter und 14 zukünftigen Notfallsanitäter nach dem simulierten Kellerbrand gleich nochmal gefordert. Diesmal wurde ein Feuer in einer Wohnung im vierten Stock des WGS-Hochhauses angenommen. Per Drehleiter retteten Feuerwehr-Leute die Bewohner vom Balkon, Löschtrupps rückten über das Treppenhaus an. Bereits am Morgen hatte es eine Übung des Brandschützer-Nachwuchses am Schweriner Schloss gegeben, bei der ebenfalls die Drehleiter zum Einsatz gekommen war.

An der Feuerwehr-Übung in Lankow beteiligte sich auch WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig, schlüpfte in die Rolle eines Brandopfers. Köchig war nicht zufällig in die Julius-Polentz-Straße gekommen. Er stellte die Abrisspläne für die drei Hochhäuser in der Polentz-, der Eutiner und der Plöner Straße vor. Ein Grund für die Entscheidung zum Abbruch: Der Brandschutz in den Gebäuden müsste anderenfalls für sehr viel Geld modernisiert werden, so der WGS-Chef.

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