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Konzert in Schwerin : Video: City feiert Jubiläum einer Hymne

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kultband tritt heute in der Kongresshalle auf und verrät im SVZ-Gespräch, warum sie den Titel „Am Fenster“ so gern spielt

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erstellt am 28.Apr.2017 | 11:45 Uhr

Den Geburtstag einer Hymne feiert die Rockband City heute von 20 Uhr an in der Sport- und Kongresshalle. Denn vor 40 Jahren erschien ihr Titel „Am Fenster“, der nicht nur in der DDR, sondern europaweit ein Hit wurde und der Band als erster Formation aus dem Osten eine Goldene Schallplatte bescherte. Warum City diese Rockballade so liebt und was es sonst noch Neues aus der 45-jährigen Bandgeschichte gibt, erzählen die Musiker um Sänger Toni Krahl im Gespräch mit SVZ-Redakteur Bert Schüttpelz.

 

Ihr startet eure Jubiläumstour, die euch in elf große Städte führt, an diesem Freitag in Schwerin. Warum ausgerechnet hier?
Fritz Puppel: Schwerin war für uns schon immer etwas Besonderes. Hier haben wir über die Jahre hinweg viele Tourneen gestartet. Das Publikum ist sehr aufmerksam und aufgeschlossen.

Im Zentrum des neuen Albums, das ihr in der Kongresshalle präsentieren wollt, steht euer bekanntester Hit, „Am Fenster“. Was ist an dem Titel so besonders, das ihr ihn nach 40 Jahren immer noch so gern spielt?
Toni Krahl: Das war ein absoluter Glückstreffer, ein Geschenk des Himmels. Und für uns ist der Song nach wie vor ein Muss. Die Leute erwarten, dass wir ihn spielen und das tun wir auch. In Zeiten wie diesen, in denen die Unbeständigkeit zum Programm geworden ist, steht uns der Sinn nach Liedern, die geblieben sind, die an Wert gewonnen haben.

Wird das für euch nicht langweilig?
Georgi Gogow: Nein, der Song ist die Kür. Das ist ein Lied, das sich jeden Abend erneuert. Es lebt aus sich heraus.

Klaus Selmke: Und wir spielen „Am Fenster“ tatsächlich im Original – also genau wie damals in der Originalbesetzung und ohne irgendwelchen Adaptionen. Denn genau das wollen die Konzertbesucher von uns hören.

Habt ihr Resonanz darauf?
Krahl: Ja, viel. Die Leute erzählen uns ihre Geschichten, die sie mit dem Lied verbinden. Das geht über alle Generationen hinweg. Und manche dieser Geschichten gehen richtig unter die Haut. Deshalb ist gerade dieses Lied ein Schlüssel zu den Herzen der Menschen.

Genug zum Fenster. Was bekommen die Besucher bei eurem Konzert in Schwerin noch zu hören?
Gogow: Viel Geige, viel Gesang, einfach schöne Musik.

Manfred Hennig: Wir spielen eigentlich alles außer Punk. Unsere neue Platte hat eine ziemliche Breite. Das geht von kryptischer Lyrik von Hildegard Maria Rauchfuß bis hin zu Alltagsgeschichten.

Von Hildegard Maria Rauchfuß stammt doch der Text von „Am Fenster“. Was hat es mit dem neuen Projekt auf sich?
Krahl: Das ist unsere Verbeugung vor einer großen Texterin. Wir haben einen Testamentsentwurf aus ihrem Nachlass vertont. Dies dürfte einmalig sein, dass sich eine Band so bei einer Autor bedankt.

Was gibt es sonst noch auf dem Album?
Puppel: Unser neues Album heißt „Das Blut so laut“. Das ist eine Zeile aus unserem Song „Unter der Haut“ von 1983. Jetzt bringen wir die Fortsetzung. Das Album spiegelt wider, dass wir inzwischen erwachsen geworden sind.

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