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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 01:34 Uhr

Wirtschaft : Verwaltung wird gläsern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rat der Wirtschaft will mit Fragebogen herausfinden, wie die Verwaltung Antragsverfahren optimieren kann

von
erstellt am 27.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Eine Baugenehmigung für ein Eigenheim, für Mietwohnungsbau oder für ein Gewerbeobjekt zu bekommen, ist nicht immer reibungslos. Gleiches gilt für Antragsverfahren im Denkmal- und Naturschutzrecht, für Gewerbe- und Gaststättenrecht, für Sondernutzung, Abfall und die Werbesatzung. Um die Abläufe in Genehmigungsverfahren zu verbessern und transparenter zu gestalten, hat Schwerins „Rat der Wirtschaft“ gemeinsam mit der Stadtverwaltung einen Fragebogen entwickelt, der jetzt verteilt wird.

„Ziel ist, herauszufinden, wo es im Antragsverfahren hakt, aber auch, welche positiven Beispiele es gibt“, sagt Unternehmer Thorsten Hecht. „Wir wollen die Zufriedenheit in der Wirtschaft erhöhen und die Investitionsfreudigkeit ankurbeln.“

Der Fragebogen beinhaltet 14 Punkte, die innerhalb von zehn Minuten abgearbeitet sind. Zum Teil muss nur angekreuzt werden, zum Teil ist eine kurze Beschreibung bzw. Begründung erwünscht. Die Fragen reichen von der Art der Genehmigung über den Zeitraum der Bearbeitung bis zur Kommunikation während des Genehmigungsverfahrens.

„Die Angaben werden uns helfen, das Antragsverfahren zu beschleunigen und die Abläufe transparenter zu machen. Denn schon das Wissen um Gründe für Verzögerungen kann die Zufriedenheit der Antragsteller verbessern“, sagt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum.

IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach, der der Stadtverwaltung deutliche Fortschritte bei der Unternehmerfreundlichkeit bescheinigt, betont, dass es in allen Genehmigungsverfahren erforderlich sei, Lösungen aufzuzeigen. „Es reicht nicht, zu sagen, was nicht geht. Vielmehr muss es darum gehen, zu zeigen wie es doch geht.“

Die Fragebogenaktion selbst ist schon ein gutes Beispiel dafür. Die Initiative ging von Pro Schwerin und vom Rat der Wirtschaft aus, Unterstützung kam von der Landeshauptstadt, der IHK, der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft, dem Unternehmerverband, dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft und dem Regionalmarketing-Verein. Bei allen Teilnehmern ist das Formular erhältlich, ebenso im Internetportal der Landeshauptstadt. Die Auswertung erfolgt mittels Computerprogramm – die Software dafür stellt die Wirtschaft kostenlos zur Verfügung.

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