Schweriner „DJ Aadagio“ : Verträumte Melodien mit Bass

Elektronische Musik ist die große Leidenschaft von Mathias Hagen alias DJ Aadagio, der auch seine Videos selber dreht.
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Elektronische Musik ist die große Leidenschaft von Mathias Hagen alias DJ Aadagio, der auch seine Videos selber dreht.

Der 31-jährige Mathias Hagen plant für nächstes Jahr ein eigenes Album

svz.de von
08. September 2017, 05:00 Uhr

Mathias Hagen ist Musiker. Doch in seinem Wohnzimmer stehen nur Boxen, Bildschirme, ein Laptop und ein Mischpult. Ein Instrument ist weit und breit nicht in Sicht. Noten lesen kann er auch nicht. „Ich arbeite rein nach Gehör“, so der Schweriner, der lediglich ein Midi-Keyboard auf seinem Schreibtisch stehen hat. „Aber damit kann ich keine Klänge erzeugen, es ist eine Steuerung für den Computer“, erklärt er. Mathias Hagen macht elektronische Musik, er ist DJ Aadagio.

Im Italienischen bedeutet adagio „bequem, behaglich“, in der Musik „langsam, ruhig“. Das passt zu den Liedern des 31-Jährigen, die er als „melodisch und verträumt“ beschreibt. Innerhalb der elektronischen Musik zählen sie zum Bereich des Trance. Seit 1998 beschäftigt sich Mathias Hagen mit elektronischer Musik, seine Art sich kreativ auszuleben. Irgendwann wollte er selber Melodien kreieren. Instrumente braucht er dafür nicht, das geht alles digital am Computer. Mehr als 300 Lieder sind in der Zeit zusammengekommen, sieben davon hat er veröffentlicht. Sie sind online verfügbar.

Sowieso spielt die digitale Welt eine große Rolle im Leben des DJs, der als Reinigungskraft arbeitet. 2009 spielte ein Internet-Radiosender sein Musikstück. „Das war ein einschneidendes Erlebnis für mich“, sagt er nicht ganz ohne Stolz. Das Internet und die sozialen Medien haben ihn auch mit den DJs Steven Liquid und Andrew Fields zusammengebracht. „Aus meiner Idee, mehrere Melodien von unbekannteren Künstlern zu einem Set zusammenzubauen, haben wir eine Radiosendung entwickelt“, erklärt DJ Aadagio. Zweieinhalb Jahre lief die Sendung „A World at Night“ im Internet – ein Mix aus elektronischer Musik und Interviews.

Bisher arbeitet Mathias Hagen nur als Produzent. „Ab und zu lege ich auch mal auf, aber erst seit zwei Jahren. Ich möchte mich noch weiterentwickeln.“ Bis es so weit ist, bastelt er weiter an seinen Melodien und an seinem ersten Album – das große Ziel für das kommende Jahr. „Dann werde ich 20 mit meiner Musik, das ist ein passender Anlass“, sagt er. „Ich habe schon einige Ideen gesammelt und suche noch Sänger.“

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