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D-Day-Gedenkfeier : Versöhnung vor den Schatten der Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Weltkriegs-Veteran Heinz Rosenthal erzählt von der Gedenkfeier in der Normandie

Heinz Rosenthal war offizieller Gast bei der großen Gedenkfeier in Ouistreham zum Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie, die er als junger Fallschirmjäger vor 70 Jahren miterlebt hatte und bei der er schwer verwundet wurde (SVZ berichtete).

Die bewegende Gedenkfeier anlässlich der 70. Wiederkehr der Landung der Alliierten in der Normandie fasst Rosenthal mit den Worten „das war großartig“ zusammen. „Als Gäste der deutschen Botschaft in Paris und der französischen Regierung erlebten wir eine Gedenkfeier, deren Eindrücke unvergesslich bleiben werden. Es waren noch etwa 1000 Zeitzeugen zugegen. Die ehemaligen Kämpfer waren im Krieg ja fast noch Kinder. Ihre Jugend, die für viele ein jähes Ende bei damals Freund und Feind fand, wurde in bewegenden Worten von Staatspräsident Francois Hollande gewürdigt. Vor allem dankte er den Alliierten und den Russen für ihre Einsatzbereitschaft, um Europa von einem grausamen Hitlerregime zu befreien und den unterdrückten Völkern die Freiheit zu bringen. Die Ansprache war eine Botschaft für den Frieden. Sie hat uns sehr beeindruckt.“

Vor Beginn der Gedenkfeier wurden die Kriegsveteranen mit ihren Betreuern und die akkreditierten Gäste in einem Sonderzug vom Bahnhof Lazare nach Caen gebracht, wo es weiter mit dem Bus nach Ouistreham ging. „Ehrenformationen und ein roter Teppich ließen uns bewusst werden, welch großes Ereignis uns erwartete. Unsere deutsche Delegation bestand aus zwei Kriegsveteranen, Paul Golz und mir“, berichtet Heinz Rosenthal, sowie fünf jungen Fallschirmjägern, die im Afghanistaneinsatz waren, Vertretern der deutschen Botschaft und einigen Begleitpersonen.

Der dritte Deutsche, der 89-jährige Johannes Börner, und der Franzose Leon Gaultier wirkten bei der szenischen Nachstellung des historischen Ereignisses als Zeichen der Versöhnung mit, indem sie sich umarmten. „Diese sehr berührende szenische Gestaltung endete mit ,Freude schöner Götterfunken‘ aus Beethovens 9. Sinfonie und einem feuerwerkähnlichem Schlussvorhang“, berichtet der Schweriner.

Sehr beeindruckt habe ihn auch das Titelbild des Programmhefts: Am Strand der Normandie spielt heute ein Kind im Schatten der Vergangenheit.

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erstellt am 16.Jun.2014 | 11:45 Uhr

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