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Fundbüro im Internet : Verlierer können jetzt online suchen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Schweriner Fundbüro gehört zu 1000 Ämtern, die Fundstücke ins Internet stellen

svz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Dumme Sache: Da blieb doch der Beutel mit den Einkäufen am Geldautomaten stehen. Musste halt schnell gehen – die Straßenbahn kam. Was nun? Ein Anruf beim Fundbüro könnte vielleicht helfen. Doch es ist schon nach 18 Uhr, die Verwaltung geschlossen. Oder noch schlimmer: Beim Urlaub in Bozen ist die teure Kamera irgendwo liegen geblieben. Wie bekommt man die nun wieder? Für solche Probleme gibt es in Schwerin jetzt eine Lösung. Das Fundbüro der Landeshauptstadt ist online.

Jeden Tag werden im Schweriner Fundbüro durchschnittlich fünf Fundsachen abgegeben. Die werden registriert und in eine Datenbank eingestellt. Dort kann der Verlierer dann suchen – unabhängig von den Öffnungszeiten des Stadthauses. Zusätzlich ermöglicht das Verfahren auch in 1000 weiteren Städten und Gemeinden Deutschlands, Österreichs und Südtirols die Suche nach verloren gegangenen Gegenständen. „Von diesem neuen Online-Service profitieren neben den Schwerinern auch Touristen, die hier etwas verloren oder vergessen haben“, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Und so funktioniert der neue Online-Service: Auf der Internetseite der Landeshauptstadt gibt es rechts oben die Rubrik „Stadthaus online“. Ein Klick darauf und es öffnet sich eine Seite, auf der man das Fundbüro schnell findet. Von dort geht es dann weiter zur Suchmaske. Der Nutzer gibt den Namen einer Stadt oder deren Postleitzahl ein und andererseits den verlorenen Gegenstand. Dann bekommt er die Fundsachen der ausgewählten Region präsentiert. Gleichzeitig wird angezeigt, wo der jeweilige Fund verwaltet wird und mit wem man in Verbindung treten kann, um seinen Anspruch geltend zu machen.

Natürlich erhalten Bürger, die keinen Internetzugang haben, auch weiterhin per Telefon unter 0385-5451111 oder persönlich im Bürgerbüro Auskunft.

Im elektronischen Fundbüro werden alle Gegenstände, die seit dem 12. Mai als Fundsache abgegeben wurden, in der neuen Datenbank registriert. Dazu gehören auch weiterhin alle Sachen, die in den Bussen und Bahnen des Nahverkehrs gefunden werden.

Einmal im Jahr werden Fundsachen öffentlich versteigert. Anfang Mai hat die Stadt dabei 3717,50 Euro eingenommen. Unter den Hammer kamen beispielsweise 40 Fahrräder, ein Schlauchboot, ein Kinderwagen, Spielsachen, Digitalkameras, Taschen, Sportbeutel, Kleidungsstücke, Kosmetikartikel, ein Ölbild, ein Zelt und Uhren.



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