Schweriner Straßen : Verkehrswacht macht Kinder stark

Parcours auf dem Schulhof: Polizistin Susanne Döring gab Emely, Lea, Ricarda und Charlize (v.l.) praktische Tipps für die Sicherheit im Straßenverkehr.
Parcours auf dem Schulhof: Polizistin Susanne Döring gab Emely, Lea, Ricarda und Charlize (v.l.) praktische Tipps für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Landesweite Aktion soll Sicherheit auf den Straßen erhöhen – Auftakt mit Fahrradparcours an der Schweriner Erich-Weinert-Schule

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04. März 2016, 05:00 Uhr

Wie komme ich sicher von A nach B? Für welchen Weg nutzte ich welches Verkehrsmittel? Und: Wie kann ich einen Beitrag für die Umwelt leisten? Antworten auf diese Fragen möchte die diesjährige Verkehrssicherheitsaktion der Landesverkehrswacht geben – und bekommen. Die Aktion „Wie? Womit? Wohin?“ richte sich an Schüler der fünften und sechsten Klassen und deren Eltern, sagte der Präsident der Landesverkehrswacht, Hans-Joachim Hacker, gestern beim Auftakt in der Schweriner Erich-Weinert-Regionalschule.

Allein im Jahr 2014 seien auf den Straßen von Mecklenburg-Vorpommern 157 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren bei einem Unfall mit dem Fahrrad verletzt worden, berichtete Hacker. „Wir wollen die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr stärken und ihnen gleichzeitig Alternativen bei den Verkehrsmitteln aufzeigen.“ So wende sich die Landesverkehrswacht mit ihrem mittlerweile achten Schulprojekt auch nicht nur an Radfahrer, erläuterte Geschäftsführerin Andrea Leirich. „Es geht um unterschiedliche Verkehrsmittel für unterschiedliche Wege, um Sicherheit, Komfort, Zeitaufwand, Unabhängigkeit und Kosten.“ Alle Schulen des Landes mit Klassenstufe 5 erhielten in diesen Tagen eine Unterrichtsmappe mit Arbeitsblättern zugesandt, so Leirich. Klassen, die sich am Gewinnspiel des Projektes beteiligten, dürften sich auf attraktive Preise freuen.

„Es gibt keine immer sicheren und keine per se unsicheren Verkehrsmittel. Es lauern in vielen Situationen Gefahren und je nach Strecke und Ziel ist das eine oder andere Verkehrsmittel die bessere Wahl“, betonte die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, Ina-Maria Ulbrich. „Gerade dann, wenn die selbstbestimmte Mobilität zunimmt, ist es umso wichtiger, dass die Jugendlichen über die Vor- und Nachteile und die möglichen Gefahrenquellen Bescheid wissen. Und genau diese Kompetenz gilt es zu schulen. Mein Dank gilt daher allen Partnern der Aktion“, so Ulbrich.

Bei der Verkehrssicherheitsaktion mit im Boot sitzt neben mehreren Förderern auch die Polizei. „Vorbeugen ist besser als ahnden“, sagte der Leiter der Schweriner Polizeiinspektion, Ingo Renk. „Wenn es darum geht, die Verkehrssicherheit von Kindern zu stärken, sind wir natürlich mit dabei.“ Die größten Gefahren lauern nach Angaben von Renk auf Kreuzungen und an Einmündungen.

Auf einem Fahrradparcours auf dem Schulhof konnten Fünftklässler aus der Weinertschule ihre Sicherheit auf dem Fahrrad dann ganz praktisch unter Beweis stellen. Susanne Döring von der Schweriner Polizei gab den Kindern wichtige Tipps.





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