Unesco-Welterbe : Verein beflügelt Welterbeidee

Zum Residenzensemble, das auf die Welterbeliste soll, gehören nicht nur das Schloss und die Gebäude am Alten Garten, sondern beispielsweise auch die so genannten Willebrandschen Villen in der Werderstraße.
Zum Residenzensemble, das auf die Welterbeliste soll, gehören nicht nur das Schloss und die Gebäude am Alten Garten, sondern beispielsweise auch die so genannten Willebrandschen Villen in der Werderstraße.

Mit bürgerschaftlichem Engagement soll die Bewerbung Schwerins um den Titel Erbe der Menschheit unterstützt werden

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06. März 2015, 16:00 Uhr

Seit dem vergangenen Jahr steht das Schweriner Residenzensemble auf der deutschen Vorschlagsliste für das Unesco-Welterbe. Und damit es auch klappt, dass Schloss, Museum, Kollegiengebäude, Paulskirche und Co. zum Erbe der Menschheit ernannt werden, hat sich jetzt ein Förderverein gegründet. „Das ist eine riesige Herausforderung“, sagte der einstimmig gewählte Vereinsvorsitzende Norbert Rethmann. „Die Bewerbung ist kein Selbstläufer, sondern bedeutet viel Arbeit.“

Der Verein hat sich auf die Fahnen geschrieben, durch Öffentlichkeitsarbeit eine breite Unterstützung des Welterbeantrages in der Bevölkerung zu erreichen. Veranstaltungen wie Ausstellungen, Führungen und Foren will er organisieren und bei der wissenschaftliche Erarbeitung des eigentlichen Antrages an die Unesco helfen. Rethmann forderte bei der Gründungsversammlung an Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp aber auch: „Ich erwarte eine professionelle Unterstützung.“

Die wird er wohl auch bekommen. Denn Beate Schlupp versicherte: „ Die Bewahrung dieses historischen Residenzensembles fühlt sich das Land Mecklenburg-Vorpommern besonders verpflichtet.“ Und die Oberbürgermeisterin bekannte: „Sie sehen mich heute Abend ein bischen glücklich.“ Sie hatte sich schon als Landtagsabgeordnete für die Schweriner Welterbebewerbung eingesetzt und will das Vorhaben auch weiterhin unterstützen und zeigte sich überzeugt, dass das Residenzensemble „noch in diesem Jahrzehnt“ auf die Welterbeliste kommt.

In seiner Arbeit wird der Vereinsvorstand unterstützt von einem Beirat. Darin mitarbeiten werden die Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider, Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, je ein Vertreter des Bildungsministeriums, der Architektenkammer und des Vereins Pro Schwerin sowie Herzogin Donata zu Mecklenburg. Aus der direkten Vereinsarbeit aber soll die Politik heraus gehalten werden.

Initiiert wurde die Gründung des Fördervereins vom Verein Pro Schwerin. Er hatte auch die Idee der Welterbebewerbung entwickelt. Vereinsvorsitzender Werner Hinz nannte die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste an sich schon einen Gewinn. Um das Endziel zu erreichen sei jetzt aber vor allem bürgerschaftliches Engagement wichtig. „Das hat zur Bundesgartenschau 2009 schon sehr gut geklappt. Das müssen wir jetzt wieder aktivieren.“

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