Streik in Schwerin : Verdi fordert mehr Geld

„Bester Service ist nicht zum Niedriglohn zu haben“: Für eine höhere Bezahlung, Wochenend- und Nachtzuschläge und mehr Urlaub streikten gestern Sky-Mitarbeiter.
„Bester Service ist nicht zum Niedriglohn zu haben“: Für eine höhere Bezahlung, Wochenend- und Nachtzuschläge und mehr Urlaub streikten gestern Sky-Mitarbeiter.

Warnstreik in Krebsförden: Sky-Mitarbeiter fordern einen Tarifvertrag

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24. Juni 2015, 16:35 Uhr

Die rund 200 Mitarbeiter der Frühschicht des Sky Service Centers sind heute einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und in einen vierstündigen Warnstreik getreten. Verdi fordert für alle 750 Angestellten einen  Tarifvertrag. „Bisher hat Sky Verhandlungen abgelehnt“, sagte Gewerkschaftssekretär Manuel Gellenthin. „Deshalb machen wir jetzt Druck.“

Verdi verlangt, dass die Geschäftsführung mit der Gewerkschaft in Tarifverhandlungen tritt. Das Unternehmen will jedoch nur mit dem Betriebsrat verhandeln, wie eine Sprecherin der Sky Deutschland AG in München sagte. Man habe dem Betriebsrat Mitte Juni ein Angebot über Lohnerhöhungen, mehr Urlaub sowie Zuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen vorgelegt. Details nannte die Sprecherin nicht. Der Betriebsrat lehne jedoch Gespräche mit der Geschäftsführung ab und wolle die Gewerkschaft verhandeln lassen.

Verdi fordert für die rund 720 Beschäftigten einen Entgelttarifvertrag, der sich deutlich vom gesetzlichen Mindestlohn abheben müsse. Darüber hinaus werden Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit sowie für Spätschichten verlangt. Für alle Beschäftigten will Verdi zudem 30 Tage Urlaub, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine 35-Stunden-Woche durchsetzen.

Den Ausstand im Schweriner Callcenter bekamen die Kunden in Deutschland und Österreich nicht zu spüren – Sky hatte auf andere Service Center umgeleitet.

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