Schwerin : Veranstalter kündigen Altstadtfest

Dicht an dicht gedrängt: Zum Altstadtfest kamen in den vergangenen Jahren an vier Tagen jeweils bis zu 100 000 Besucher.
Dicht an dicht gedrängt: Zum Altstadtfest kamen in den vergangenen Jahren an vier Tagen jeweils bis zu 100 000 Besucher.

Rückzug wegen gestiegener Kosten – Stadt sucht jetzt einen neuen Anbieter für die kommenden Jahre

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15. Januar 2018, 20:45 Uhr

Die Macher des Schweriner Weihnachtsmarktes, Arno Teegen und Matthias Wölk, ziehen sich vom Altstadtfest zurück, das sie in den vergangenen Jahren erfolgreich jeweils am zweiten September-Wochenende organisiert hatten. „Die Kosten sind immer mehr gestiegen, allein schon für die Gema, und es fällt immer schwerer, Sponsoren zu finden“, sagt Geschäftsführer Arno Teegen. Deshalb habe er Oberbürgermeister Rico Badenschier darüber informiert, dass sie in diesem Jahr als Veranstalter nicht mehr zur Verfügung stehen werden. „Es ist wirtschaftlich nicht mehr zu verantworten“, sagt Teegen. Neben den Musik-Gebühren nennt der erfahrene Veranstaltungs-Manager Ausgaben für die medizinische Absicherung sowie die Kosten für stetig steigende Sicherheitsmaßnahmen als Gründe für den Rückzug.

In den sozialen Medien ist das Echo geteilt, nachdem die Absage des Altstadtfestes bekannt wurde. Die Meinung reicht von „Es wäre sehr schade, wenn das Altstadtfest abgeschafft wird“ bis hin zu „Das war ja ohnehin immer das Gleiche. Langweilig“. Fakt ist aber auch, dass keine Großveranstaltung in Schwerin mehr Zuschauer gezogen hat. Bis zu 100 000 Gäste besuchten in Summe das Altstadtfest.

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Für die Stadt Grund genug, an der Party festhalten zu wollen. „Wir wollen aber eine deutliche Qualitätssteigerung“, sagt Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum. Deshalb dürfe man „auch nichts übers Knie brechen“, sondern müsse sich für ein gutes Konzept auch die Zeit nehmen. Im Klartext: „Ob es in diesem Jahr überhaupt kein Altstadtfest geben wird oder vielleicht eine abgespeckte Variante, darüber müssen wir jetzt reden“, so der Dezernent.

Und dafür sollen möglichst viele Multiplikatoren mit ins Boot geholt werden, die sich mit öffentlichen Veranstaltungen auskennen, kündigt Nottebaum an. „Wir wollen – ähnlich wie wir es beim Weihnachtsmarkt getan haben – eine Ausschreibung initiieren und dann mit einem Veranstalter einen mehrere Jahre laufenden Vertrag schließen“, erklärt Nottebaum. Eine fünfjährige Laufzeit wäre denkbar.

Zuvor soll mit den Profis von der Stadtmarketing-Gesellschaft, der privaten Marketing-Initiative, aber auch von der Werbegemeinschaft Altstadt und den Innenstadt-Gastronomen eine Art Anforderungsprofil für das künftige Altstadtfest erarbeitet werden. Diese Eckdaten würden dann als Ziele in der Ausschreibung aufgelistet.

Experten gehen davon aus, dass in diesem Jahr kein neuer Veranstalter mehr gefunden wird.

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