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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 00:34 Uhr

Ausflug-Tipp : Unterwegs im Baumpark

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Senioren aus Raben Steinfeld erkunden das Crivitzer Arboretum mit seinen mehr als 132 Baumarten

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Die roten Früchte der Eibe, die im Herbst schon von weitem leuchten, sind nicht giftig. Das erklärte Hans-Jürgen Heine den Senioren aus Raben Steinfeld bei einer Führung durch den Landschaftspark, dem knapp acht Hektar großen Arboretum in Crivitz. Kaum hatte er das gesagt, setzte eine Diskussion ein: Mehrere Wanderer meinten, dass die Eibe, ein immergrüner Nadelbaum, giftig sei. So hätten sie es zumindest in Erinnerung. Heine erklärte: „Das stimmt so nicht. Das süße Fruchtfleisch ist der einzige Teil dieser Pflanze, die nicht giftig und daher essbar ist.“ Die Frucht eigne sich, um Marmeladen oder Konfitüren herstellen. Und zum Beweis würde er im Herbst bei Führungen die Früchte vom Baum essen. Die Bäume selbst wachsen langsam und werden sehr, sehr alt.

Während der zweistündigen Führung durch den Park wies der ehemalige Leiter des Forstamtes Gädebehn noch auf weitere Besonderheiten hin. Einige sind in dem Büchlein „Bäume und Sträucher“ nachzulesen. Den Pflanzenführer, der auch zahlreiche Fotos beinhaltet, hat Heine 2012 zusammengestellt. Der Botaniker Heinz Sluschny unterstützte ihn dabei.

Der Park mit 132 Baumarten und 34 Straucharten hat die Besucher vom Seniorenförderverein Raben Steinfeld beeindruckt. Heine wies insbesondere auf das Projekt „Junge Riesen“ hin. Das sind ausgewählte Bäume, die sich zu großen Bäumen entwickeln sollen, sie dienen dem Erhalt von alten Baumdenkmalen. Dazu zählen im Arboretum unter anderem Silberweide, Rotbuche, Gemeine Kiefer, Berg- und Spitzahorn. Crivitzer Hortkinder haben einige der jungen Nachkommen von alten Baumriesen hier gepflanzt, erinnerte Hans-Jürgen Heine.

Naturfreundin Hilde Krienke will anregen, auch im Park von Raben Steinfeld Nachkommen von urwüchsigen Bäumen zu pflanzen. Heine weiß: „In Raben Steinfeld gibt es viele alte Eichen, Ahornbäume, auch Linden.“ Von diesen das genetische Material zu erhalten, wäre sinnvoll.

Das Arboretum Crivitz wurde 2007 am Rande der Stadt angelegt. Es ist eine Sammlung (arbor, lateinisch, heißt Baum) verschiedenartiger Gehölze, auch exotischer. Denn auch Bäume, die eigentlich in Nordamerika oder Mittel- und Südamerika zu Hause sind, finden die Besucher im Crivitzer Arboretum.

Nicht alle seien auf Anhieb gut angewachsen, erklärte Heine den Besuchern. Doch die Stadt ließ und lässt jene Bäume nachpflanzen, die aus unterschiedlichsten Gründen eingegangen sind.

Den Baumpark in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen, dafür setzt sich auch der Förderverein Arboretum ein. Heine, der den Umweltausschuss in der Stadtvertretung leitet, ist Mitglied des Vereins. Er bietet Führungen für Interessierte an. Die erste zum Auftakt der neuen Saison fand Ende April statt. Bis Ende Oktober sind solche Wanderungen mit dem Fachmann möglich. Anmeldungen dafür nimmt Hartmut Paulsen im Amt Crivitz, Telefon 03863- 545415, entgegen.

Natürlich können Interessierte den Park auch allein erkunden. Crivitzer gehen hier gern spazieren. In jedem Fall aber, so Heine, rate er, das Auto am Parkplatz am Ende der Freiheitsallee abzustellen und von dort zu Fuß weiter in Richtung Liebesallee zu gehen. Dann komme man nach etwa 400 Metern direkt zum Eingang zu. Eintritt wird nicht erhoben. Der Park ist jedem frei zugänglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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