Stralendorf : Unterwegs für Hubertus

Hoch zu Pferd und mit gutem Auge geht es für Jäger und Reiter zur Hubertusjagd.
Hoch zu Pferd und mit gutem Auge geht es für Jäger und Reiter zur Hubertusjagd.

Bei der Stralendorfer Hubertusjagd geht es nicht nur um Tradition, sondern auch um zwölf Hindernisse, Laternenumzug und Ball

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03. November 2017, 12:00 Uhr

Wenn Nicole Berndt von der Stralendorfer Hubertusjagd erzählt, spürt man Euphorie und Vorfreude auf die Veranstaltung am Sonnabend. Denn es ist einer der Höhepunkte im Ort. „Seit 48 Jahren gibt es die Stralendorfer Hubertusjagd. Sie ist Tradition “, erzählt Nicole Berndt. Mit anderen Ehrenamtlichen, unter anderem ihrem Lebensgefährten Sebastian Möller-Titel und Organisations-Urgestein Johannes Möller-Titel, ist sie Teil des Festkomitees und für das Programm rund um die Jagd zuständig.

Wenn es um die Hubertusjagd geht, dann gehören Reiter und Jäger der Tradition nach zusammen. So sind am Wochenende auch die Jäger des Hegerings Grambower Moor mit von der Partie. Sie treffen sich zur Drückjagd. Mario Behnke und Christian Jeihsing sind dabei. „30 bis 35 Jäger machen mit. Wir haben Jagdstände ausgewiesen, Jagdhornbläser organisiert, die Treiber eingeteilt. Aber es gibt genaue Richtlinien, was man schießen darf“, stellt Mario Behnke klar. Ihm ist es ebenso wichtig, zu sagen, dass es „kein kaputt Schießen“ des Wildes ist, sondern Jagen etwas mit Respekt und Anerkennung gegenüber der Natur zu tun hat. Auch das ist an diesem Tag der Hubertusjagd wichtig: Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen den Besuchern die Jagd näherbringen“, so Jeihsing.

Reiter und Jäger verstehen sich, sind auch während des Jahres im Austausch, damit keine Missverständnisse zwischen den Jägern und Reitern, die im Gelände unterwegs sind, entstehen. Auch für die Stralendorfer Hubertusjagd sprechen sie sich ab. Denn die Reiter sind abseits des Jagdbereichs unterwegs. „Wir haben eine Strecke vorbereitet, die mit zwölf Hindernissen versehen ist“, so Nicole Berndt, die auch Vorsitzende des Stralendorfer Reitvereins ist. Dabei spielt Aberglaube eine Rolle, denn „es dürfen niemals 13 sein“. Kurz nach dem zweiten heftigen Herbststurm „Herwart“ hatten die Helfer bei der Vorbereitung der Strecke noch mal einiges zu tun. Denn Bäume mussten weggeräumt und die Strecke ausgelotet werden, damit sie sicher bereitbar ist. Der Boden darf nicht zu matschig sein. „Wir sind die Strecke abgeritten. Es klappt. Wichtig ist für unseren Ritt der Master, er reitet vorneweg, gibt das Tempo vor und darf nicht überholt werden“, so Nicole Berndt. Ihm zur Seite reitet der Fuchs, traditionell der Sieger der Fuchsjagd aus dem vergangenen Jahr. Apropos Fuchsjagd: Diese wird in diesem Jahr etwas verändert sein. „Was wir machen, verraten wir noch nicht“, so die 32-Jährige.

Wer gerne zuschauen möchte, kann am Sonnabend um 9 Uhr auf dem Festplatz am Hubertuswald vorbeischauen. Kremser stehen bereit. Bei aller Freude gibt es für Nicole Berndt einen kleinen Wehmutstropfen. Sie reitet nicht mit. Denn Organisation und selbst zu reiten „ist dann doch ein bisschen“ viel. „Dennoch freue ich mich auf die Hubertusjagd“, spricht’s und vermittelt wieder diese Euphorie.

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