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Schweriner Ausbildungszentrum : Unterricht am Fünf-Achs-Roboter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SAZ bildet Fachkräftenachwuchs aus für zukunftsorientierte Industrie und schickt seine Dozenten sogar bis nach China

von
erstellt am 24.Jan.2017 | 08:00 Uhr

180 Unternehmen aus ganz Norddeutschland schicken ihre Azubis und Mitarbeiter ins Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum (SAZ). Mehr als 780 Azubis lassen sich sich derzeit dort für die Zukunft vorbereiten – die so genannte Industrie 4.0. „Die Firmen wollen gute Fachkräfte. Deshalb schicken sie bei der Verbundausbildung ihre Leute zu uns, denn sie wissen, bei uns werden die Auszubildenden auf die Anforderungen der modernen Wirtschaft vorbereitet“, sagt Gerd Poloski, Geschäftsführer des SAZ. Ausgebildet werde in den Fachrichtungen Metalltechnik, Elektrotechnik/Elektronik, Kunststoffverarbeitung und kaufmännische Berufe.

Das Erfolgsrezept des SAZ sieht Poloski in der modernen, ganzheitlichen Betreuung der Lehrlinge. „Wir begleiten und unterstützen sie von der Anmeldung bis zur Prüfung, wir nehmen ihnen Prüfungsängste und helfen in Problemsituationen bei der Suche nach Lösungen“, erläutert der SAZ-Chef. Als selbstverständlich betrachtet er die Ausbildung an modernsten Maschinen – wie etwa dem Fünf-Achs-Roboter „Kuka“, der selbstständig mit Menschen und Robotern zusammenarbeiten kann, oder an 3-D-Druckern, Laserschneidmaschinen oder CNC-Anlagen. Doch wichtiger noch als moderne Technologie sei modernes Denken. „Statt handwerklichem Herangehen erfordert Industrie 4.0 Prozessdenken. Immer mehr Betriebe in unserer Region arbeiten bereits mit autonomen Fertigungszellen, etwa Treppenbauer, Tischlereien, Zimmereien“, berichtet Poloski. „Wir bringen unseren Azubis das Verständnis für den Prozesscharakter bei, also was passiert, wenn dies oder jenes so oder anders läuft. Und sie lernen, Verantwortung zu übernehmen“, berichtet er. Umschüler Kevin Jänner beschreibt das so: „Ich kann Produktionsabläufe nur optimieren, wenn ich weiß, wo was nicht optimal läuft.“

Das SAZ-Know-how ist nicht nur in Norddeutschland gefragt, sondern weltweit. „Unsere Dozenten unterrichten auch in China oder Griechenland“, berichtet SAZ-Bereichsleiter Dr. Udo Hinze. Schweriner Ausbilder schulen international Ausbilder. „Immer mehr deutsche Firmen haben Niederlassungen in anderen Ländern. Die Leute, die sie dort beschäftigen, sollen genauso gut geschult sein wie hier. Dafür ist unser Ausbildungs-Know-how gefragt“, sagt Dr. Hinze.

Doch auch das SAZ will sich ständig weiterentwickeln. „Deshalb arbeiten wir mit den Firmen der Region eng zusammen, etwa in der Materialanalyse oder Prozessoptimierung“, nennt der Geschäftsführer neue Trends.

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