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Firmenchefs wollen sich für das Schweriner Theater engagieren : Unternehmer des Jahres kommt aus Lulu

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Beim zweiten Ball der Unternehmen gab es am Sonnabend in Schwerin vor allem zwei Themen: die Ehrung des Unternehmers des Jahres und die geplanten Kürzungen am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2012 | 07:12 Uhr

Lankow | Beim nunmehr zweiten Ball der Wirtschaft des Unternehmerverbandes Mecklenburg-Schwerin, der IHK und der Handwerkskammer gab es am Sonnabend in der Mercedes-Niederlassung im Lankower Bremsweg vor allem zwei Themen: die Ehrung des Unternehmers des Jahres und die geplanten Kürzungen am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Schon früh hatte die Mecklenburger Wirtschaft Flagge für ihr Theater gezeigt. Das wollen die Firmenchefs auch heute tun. Der Unternehmerverband ruft seine Mitglieder zur Teilnahme an der Groß-Demonstration heute vor der Stadtvertretersitzung auf. "Auf unserem Jahresempfang und in unserer Verbandszeitung haben wir bereits unseren Protest bekundet. Wir rufen alle Unternehmer nunmehr auf, durch ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung dem Protest Nachdruck zu verleihen", sagte Regionalleiterin Karin Winkler. "Wir treffen uns 16 Uhr am Markt, Ecke Schmiedestraße ." Auf dem Ball der Wirtschaft hatten SVZ-Chefredakteur Dieter Schulz und Schauspieler Klaus Bieligk, der durch das Programm des Abends führte, nochmals eindringlich für den Erhalt des Schweriner Theaters geworben.

Trotz der Sorge um die Vorzeige-Bühne des Landes hatten die Unternehmer aber dennoch Zeit und Grund zum Feiern - allen voran Wolfgang-Reiner Hildesheim. Denn Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Unternehmerverband ehrten den Ludwigsluster als Unternehmer des Jahres. Nominiert waren außerdem die Schweriner Unternehmer Stefan Trebing und Steffen Himstedt mit ihrer Trebing & Himstedt Prozessautomaten GmbH, die Geschäftsführer des Schlosshotels Basthorst, Marjon Wolthuis und Mark Hopman, sowie Dirk Dönges, Chef der Rehnaer Awek Protech GmbH. Der Preis wurde das 19. Mal vergeben. Wolfgang-Reiner Hildesheim kann sich neben Pokal und Urkunde auch über eine Woche Wellness-Urlaub in Binz freuen, gestiftet von der AOK Nordost.

Dass Autohändler Hildesheim zum Unternehmer des Jahres gewählt wurde, war nicht unbedingt zu erwarten und ist eine ganz besondere Ehre. Sein eigener Unternehmerverband bezeichnet ihn als Querdenker, als einen Mann mit kaufmännischem Geschick. Er ist Ludwigsluster Regionalleiter des Verbandes, Handelsrichter, stellvertretender Innungsobermeister. "Wenn ich heute so über das Unternehmersein nachdenke, dann hat das für mich etwas mit Menschenwürde zu tun. Mit dem Recht, etwas zu tun, mit der Pflicht, dass man der Region, in der man lebt, etwas zurückgeben kann und dafür sorgt, dass es ein klein wenig besser wird. Dafür darf man sich auch für die vermeintlich kleinen Aufgaben nicht zu schade sein, sonst taugt man nicht für die größeren Herausforderungen."

Hildesheim macht sich Sorgen über die Wirtschaft und glaubt doch an die Zukunft. Wie sonst könnte er noch den Neubau seines Autohauses in der Wöbbeliner Straße in Angriff nehmen, immerhin geht es um 1,3 Millionen Euro. Doch er hat Verantwortung für seine 40 Leute in Ludwigslust und Grabow, davon immerhin elf Lehrlinge. Und es ging längst nicht immer aufwärts nach der Wende, es gab und gibt immer wieder Rückschläge, die wehtun und Spuren hinterlassen haben.

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