Hintergrund : Ungewöhnlicher Querschnitt

Der Schweriner Fernsehturm ist nach dem Vorbild des Stuttgarter Bauwerks entstanden. Der ungewöhnliche Querschnitt ist als Reuleaux-Dreieck bekannt.
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Der Schweriner Fernsehturm ist nach dem Vorbild des Stuttgarter Bauwerks entstanden. Der ungewöhnliche Querschnitt ist als Reuleaux-Dreieck bekannt.

Daten, Fakten und was den Fernsehturm so besonders macht

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01. Juli 2014, 07:30 Uhr

Der Schweriner Fernsehturm in der Hamburger Allee ist am 1. Juli 1964 in Betrieb genommen worden. Mit seinen 136 Metern Höhe stand er damals noch mitten auf der grünen Wiese. Die Plattenbauten kamen erst später dazu. Besucher des Bauwerks mussten mit der Straßenbahn damals noch bis nach Zippendorf fahren und dann den Anstieg hoch laufen bis zum Turmfuß.

Ungewöhnlich war schon damals der Querschnitt, auch als Reuleaux-Dreieck bekannt. „Mein Vater kam beim Spielen mit mir auf diese Idee“, erzählt der Sohn des Architekten, Carsten Kollmann, der heute in Berlin als Ingenieur arbeitet. Sein Vater projektierte den Schweriner Fernsehturm: Die Aussichtsplattform liegt bei 97,5 Metern. Um dorthin zu gelangen, kann man entweder sportliche 486 Treppenstufen ersteigen oder für 1,50 Euro gemütlich mit einem Fahrstuhl nach oben fahren.

Über der Aussichtsplattform betreiben Susann und Katrin Melzer das Restaurant in 100,8 Metern Höhe. Die Schwestern sind Köchin und Restaurantfachfrau und betreiben das Lokal mittlerweile erfolgreich. Wer beim einem guten Essen den Ausblick über Schwerin genießen will, sollte einen Tisch bestellen.

Der Schweriner Fernsehturm sollte zu DDR-Zeiten ein Funkloch stopfen und das zweite DDR-Programm in den Norden bringen. Wo früher riesige Schaltschränke standen, stehen heute zahlreiche Räume im Turmhals leer. „Die Technik ist einfach viel weiter“, sagt Jörg Moll vom Stadtarchiv.

Eignen sich die Zimmer im elften Stock als künftige Büroräume mit toller Aussicht? „Nein“, sagen die Restaurantbetreiberinnen. Die Räume seien fensterlos und völlig dunkel, die könne man höchstens als Lager nutzen.

Der Fernsehturm selbst sei anders als viele Brücken aus der Zeit in einem tadellosen Zustand, hieß es.

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