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Feuerwehr Crivitz zieht Bilanz : Unfälle, Brände und ein verletzter Vogel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Crivitzer Brandschützer rückten 52 Mal im vergangenen Jahr aus – angefahrener Bussard sorgt für Fragen

von
erstellt am 10.Feb.2017 | 20:00 Uhr

Umgerechnet aufs Jahr mussten die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr Crivitz einmal in der Woche zu einem Notfall ausrücken. „Wir hatten mit 52 Einsätzen ein eher durchschnittliches Jahr“, erklärt der Vize-Wehrführer Markus Eichwitz. Gemeinsam mit Wehrführer René Bülow ist er besonders stolz auch auf die Vielzahl an Ausbildungsstunden, die in diesem Jahr von den Mitgliedern der Wehr geleistet wurden. „Sichtbar sind für die Bevölkerung immer nur die Einsatzstunden der Kameraden, aber viel mehr wird für die Ausbildung von der eigenen Freizeit abgezwackt“, sagt Eichwitz. 55 Mitglieder sind derzeit in der aktiven Gruppe der Crivitzer Feuerwehr. Und genau diese Männer und Frauen haben neben traurigen Momenten, wie zwei Unfällen, bei denen es Tote gab, auch kuriose Dinge erlebt. „Am 30. Juli wurden wir zu einem Einsatz mit einem verletzten Bussard am Flassland in Barnin gerufen. Da fragt man sich, ob das wirklich nötig war“, muss Eichwitz gestehen. Der Bussard wurde von einem Autofahrer erfasst und lag verletzt im Straßengraben. Elf Kameraden waren ausgerückt und hatten gut 90 Minuten zu tun, das verletzte Tier zu greifen, um den Vogel dann zum Falkner nach Hof Zapel zu bringen. „Letztendlich ist das Tier dann doch gestorben“, schiebt der Vize-Wehrführer hinzu. Zwar gehören Tier-Rettungen zum Aufgabengebiet der Wehr, es sei nur fraglich, so Eichwitz, ob ein angefahrener Vogel wirklich in das Aufgabengebiet der Freiwilligen Feuerwehr gehört, gibt der 28-Jährige zu bedenken. Dass die Feuerwehr auch bei Tier-Rettungen gebraucht wird, stehe außer Frage. So mussten die Crivitzer am 1.  April ausrücken, um ein Pferdehuf aus einer Heuraufe mittels Spreitzer zu befreien.

Mit zum Repertoire gehören ebenso Fehlalarme. Oft ausgelöst durch Rauchmelder. „Wir fahren aber lieber einmal zu viel raus, statt einmal zu wenig. Rauchmelder sind sehr wichtig und können Leben retten“, betont der Feuerwehrmann.

Insgesamt waren es für die 47 Männer und 8 Frauen der Wehr im vergangenen Jahr 36  technische Hilfeleistungen und 16 Brandeinsätze. Um die Tageseinsatzbereitschaft sei es nicht schlecht bestellt. „Aber es dürfen immer gern mehr sein, die uns in der Feuerwehr unterstützen“, betont Eichwitz. Vorzugsweise Mitstreiter, die in Crivitz und der Umgebung arbeiten, um bei einem Alarm auch mit ausrücken zu können. Interessierte finden weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten auf der Internetseite der Wehr.

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