Unehrliche Rechnung

tom frei

von
25. März 2014, 16:00 Uhr

Innenminister Caffier gibt sich alle Mühe, die Kriminalitätslage an der Grenze nicht zu beschönigen und trotzdem dem braunen Lager keine Argumente für platte Hetze gegen Ausländer zu geben. Das ist aller Ehre wert. Doch der Spagat sah gestern so aus: Ja, wir haben Wohnungseinbrüche an der Grenze. Aber das waren Einheimische. Caffier weiter wörtlich: „So wurden im Grenzkreis zu den Wohnungseinbrüchen lediglich 20 Nichtdeutsche und dem gegenüber 68 Deutsche als tatverdächtig registriert.“

Das ist keine ehrliche Rechnung. Nur 20 Prozent aller Einbrüche im Grenzkreis wurden aufgeklärt. Bei 80 Prozent blieben die Täter im Dunkeln. Man weiß also bei der Mehrzahl der Fälle gar nicht, wer da unterwegs ist. Klar ist auch, überregional agierende Banden sind schwerer zu fassen als der Dieb aus der Region. Höhere Aufklärungsquoten und weniger Kriminalität an der Grenze sind bessere Argumente gegen braune Parolen.

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