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Alexandrinenstrasse gesperrt : Und noch eine Baustelle in der City

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Alexandrinenstraße wird vom 5. Mai an gesperrt – der Abwasserkanal wird erneuert und die Oberfläche neu gepflastert

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 21:00 Uhr

Jetzt wird es noch enger in der Innenstadt. Während schon am Bürgermeister-Bade-Platz und in der Wittenburger Straße gebaut wird, wird nun auch noch die Alexandrinenstraße aufgerissen. Am 5. Mai beginnt die Schweriner Abwasserentsorgung (SAE) mit der Verlegung eines neuen Kanals. Los geht es mit einer Vollsperrung zwischen der Knaudtstraße und der Reutzstraße. Darüber informierte die SAE auf einer Einwohnerversammlung.

„Wir müssen in offener Bauweise arbeiten“, sagte Werkleiter Lutz Nieke. „Deshalb die Vollsperrung.“ Der neue Kanal wird immerhin in einer Tiefe von bis zu fünf Metern verlegt. Die Baustelle wird sich dann in 50-Meter-Abschnitten bis zur Hausnummer 9 in der Alexandrinenstraße vorarbeiten. Auch in der Straße Zum Bahnhof wird der Kanal saniert. Dort aber im so genannten Inline-Verfahren, also ohne offene Baugrube. Ende des Jahres sollen, so die Planungen, die Arbeiten beendet werden.

Das Vorhaben datiert noch aus dem Jahr 2005. Dass jetzt gebaut wird, liegt daran, dass der mehr als 100 Jahre alte Kanal an das neue Regenüberlaufbecken am Nordufer des Pfaffenteichs angepasst werden muss. „Wir haben unser Vorhaben immer wieder verschoben, weil die Alexandrinenstraße grundsaniert werden sollte“, so Nieke. „Wegen des Streits um den Oberflächenbelag zwischen der Denkmalpflege und dem Wirtschaftsministerium sind jedoch keine Fördermittel in Sicht. Wir mussten jetzt aber aktiv werden.“ Obwohl der „grundhafte Ausbau“ jetzt wegfällt, soll der Straßenbelag aber in Ordnung gebracht werden. „Das alte Pflaster wird wieder sachgerecht verlegt“, so Carsten Bierstedt vom Verkehrsmanagement der Stadt. „Das wird dann wieder 20 bis 30 Jahre halten.“ Der Effekt: Die Anwohner müssen keine Ausbaubeiträge bezahlen und trotzdem werden Erschütterungen und Lärm gemindert. Anwohner forderten aber, dass Aufpflasterungen eingebaut werden, um die Autofahrer zum Langsamfahren zu zwingen. Denn weder Blitzer noch Verkehrsschilder würden etwas bewirken. Doch „Schikanen“ können in die Fahrbahn nicht eingebaut werden – die Alexandrinenstraße ist ein Baudenkmal, so Bierstedt.

Während der Bauarbeiten fällt das Parken in der Straße am Pfaffenteich weg. Und auch die Höfe, auf denen viele Stellplätze eingerichtet wurden, sind zeitweise nicht zu erreichen. „Wir möchten die Baustelle mit möglichst wenig Schmerzen für die Anwohner abwickeln“, sagte Lutz Nieke. „Ganz ohne Einschränkungen geht es aber nicht.“ Es könne in der Knaudtstraße und auf dem Spieltordamm geparkt werden. Außerdem wird die Brachfläche gegenüber vom Stadthaus hergerichtet und fürs Parken geöffnet. „Wir werden zwar ein Schild Privatparkplatz aufstellen“, so Nieke. „Aber es hängt von der Disziplin der Autofahrer ab, ob alle Plätze für die Anwohner der Alexandrinenstraße zur Verfügung stehen.“

Im Zuge der Sanierung der Alexandrinenstraße wird auch die Brücke über den Aubach in Ordnung gebracht.

Für Verwunderung sorgte bei den Mitarbeitern der SAE, des Planungsbüros und der Baufirma die geringe Resonanz auf die Einwohnerversammlung. Lediglich neun Bürger waren gekommen. Dabei waren während der jahrelangen Diskussion um die Alexandrinenstraße immerhin zwei Bürgerinitiativen aktiv.

 

 

 

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