Flugtag in Pinnow : Und dann ist es wie schweben…

Kleine Einführung: Pilot Thomas Helm (M.) erklärte den Besuchern, wie das Segelfliegen nun wirklich funktioniert.
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Kleine Einführung: Pilot Thomas Helm (M.) erklärte den Besuchern, wie das Segelfliegen nun wirklich funktioniert.

Kleine Modelle und die große weite Welt: Pinnower Segelflieger feiern 60. Geburtstag und tauchen nicht nur in die Geschichte ab

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01. August 2016, 16:00 Uhr

Fast im Minutentakt ging es in die Luft. Aber nicht nur in mehreren hundert Metern Höhe gab es am Wochenende in Pinnow viel zu bestaunen. Zum 60. Geburtstag des Fliegerclubs Schwerin/Pinnow gab es auch auf dem Platz selbst viele Dinge, die für Gesprächsstoff sorgten. So ließen sich zahlreiche Besucher von Thomas Helm erklären, wie es denn eigentlich funktioniert, mit dem Schweben in luftiger Höhe. Aber nicht nur bei den Erklärungen des Vereinsmitglieds spitzten die Besucher die Ohren. „Vor 60 Jahren habe ich meinen ersten Start mit so einer Maschine gemacht“, sagte Kurt Kehl und strich über den Holzsitz der SG 38. Dieser Schulgleiter, dessen Name auf den Konstrukteur Edmund Schneider und den Bauort Grunau – daher SG – sowie das Jahr der Markteinführung 1938 zurückzuführen ist, hatte es ihm angetan. Erinnerungen wurden wach. Fachsimpelei zwischen ihm und SG-38-Besitzer Claus Bolze-Ludwig: „Ich habe den Flieger 2013 nachgebaut, fliege ihn selbst und bin immer wieder von Neuem fasziniert“, sagte der Pilot aus der Nähe von Stendal. Statt mit der Seilwinde werde der einsitzige Cabrio-Segler mit dem Gummiseil in die Luft katapultiert. „Die Seilwinde ist zu stark, das würde nicht klappen“, erklärte Bolze-Ludwig. Wie das theoretisch funktioniert, konnte auch Kurt Kehl noch genau berichten: „Da sind die Läufer, die Zieher und dann kommt das Kommando: Laufen, ziehen und los“, so der 89-Jährige.

Ganz ohne diese Kommandos kam Elina Schrader in den Himmel. Die Consraderin absolviert derzeit eine Segelflieger-Ausbildung in Pinnow (SVZ berichtete). Und am vergangenen Freitag war es endlich so weit: Die 14-Jährige hatte ihren ersten Alleinflug gemeistert. Mit Bravour. Nicht nur ihre Eltern und Vereinskollegen waren stolz. Die Besucher Helga und Dieter Spona freuten sich für Elina. „Es gibt nichts Schöneres, als in der Luft zu sein“, sagte Dieter Spona. Selbst hat er 2009 seinen letzten Flug gemacht. „Wenn ich das hier so sehe, würde ich am liebsten wieder abheben“, gestand der 65-Jährige.

Sichtlich glücklich war Flugbetriebsleiter Matthias Leiffels auch über den guten Zuspruch: „Der Platz ist gefüllt, die Leute stehen für Rundflüge an und ganz viele kommen auch, um sich über eine Mitgliedschaft zu informieren. Neue Mitglieder sind bei uns besonders gern gesehen“, sagte Leiffels mit einem Augenzwinkern.

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