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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 03:09 Uhr

Tierheim Schwerin : Umzug: Wohin mit der Katze?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tierheim kann oft helfen, wenn sich die Lebensumstände des Tierhalters geändert haben

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 08:00 Uhr

Das arme Tier: Eine mauzende Karthäuserkatze in der Dr.-Hans-Wolf-Straße hatte in den vergangenen Wochen besorgte Tierfreunde auf den Plan gerufen und für Gesprächsstoff gesorgt. Wie kann dem Kätzchen geholfen werden? Was ist generell zu tun, wenn ich eine herrenlose Katze sehe, der es offensichtlich schlecht geht? Was soll ich machen, wenn sich meine Lebensumstände ändern und ich mich nicht mehr um mein Haustier kümmern kann?

„Es gibt eine klare Aufgabenverteilung“, heißt es aus dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt. Ist das Tierwohl gefährdet, greift der Tierschutz. Das Amt kann und muss einschreiten. Gleiches gilt, wenn die artgerechte Haltung nicht gewährleistet wird. Geht es jedoch um die Abgabe oder Vermittlung von Tieren, sind die Tierheime gefragt – ohne dass jedoch der Halter aus der Sorgepflicht entlassen ist. Und das hat einen guten Grund: Die meisten Tierheime sind an der Grenze ihrer Aufnahmekapazitäten.

„Wir haben derzeit mehr als 50 Katzen. Mehr geht kaum noch“, sagt Ilka Dittberner, die Chefin des Warnitzer Tierheimes am Kirschenhof 72 , das vom Verein der Tierheim- und Tierschutzfreunde Schwerin betrieben wird. Wenn jemand sich aus bestimmten Gründen nicht mehr um sein Haustier kümmern könne, sollte er auf jeden Fall zunächst das Gespräch mit dem Tierheim suchen. In den meisten Fällen könne eine Lösung gefunden werden. Das gelte auch für Streuner. Es konnten sogar schon ganze Rudel wie vor Jahren in der Heinrich-Mann-Straße eingefangen, kastriert und vermittelt werden. „Unsere Freigänger-Katzen haben eine sehr unterschiedliche Prägung – von ganz wild und unnahbar bis halbwegs zugänglich. Diese Tiere geben wir kostenlos an Grundstücksbesitzer ab, bei dem die Katzen auch weiter in dieser Lebensform existieren können, da sie nicht wieder zu zahmen Stubentigern umzuerziehen sind. Auch diese Tiere wurden in unserer Einrichtung, soweit wir ihrer habhaft werden konnten, veterinärmedizinisch versorgt: entwurmt, geimpft, zum Teil kastriert“, berichtet Dittberner.

Das Tierheim hat aber auch Katzen, die für die Wohnungshaltung geeignet sind. Dazu gehöre ein etwa 15 Jahre altes Weibchen oder zwei Tonkanesen, orientalische Kurzhaarkatzen. „Diese beiden kastrierten Kater sind am 3. Mai als Fundtiere im Tierheim aufgenommen worden. Sie wurden geimpft, entwurmt und eine große Blutuntersuchung vorgenommen. Das Alter wird auf vier bis fünf Jahre geschätzt. Wünschenswert ist eine gemeinsame Vermittlung, reine Wohnungshaltung ist erforderlich“, erläutert Dittberner. Auf der Internetseite des Tierheims sind Fotos von diesen und weiteren Katzen sowie Informationen zu den Tieren zu finden.







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