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Historische Schweriner Gaststätte : Uhle soll wieder erste Adresse sein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Traditionsrestaurant in der Schusterstraße eröffnet im Oktober mit neuem Betreiber, im Dezember folgt das Hotel

Das Weinhaus Uhle in der Schusterstraße bekommt eine neue Chance. Ab Oktober werden das historische Restaurant und an der Ecke zur Engen Straße das Bistro mit Weinhandlung wieder geöffnet. Im Dezember soll dann der neue Hotelbereich folgen. Betrieben wird das Haus von Dirk Frymark gemeinsam mit seiner Frau Annika.

Die Frymarks sind in der Stadt keine Unbekannten. Jahrelang führten sie die Alt Schweriner Schankstuben am Schlachtermarkt. „Wir suchten eine neue Herausforderung, wollen die gehobene Gastronomie in Schwerin voranbringen“, sagt Dirk Frymark. Die Schankstuben wurden verkauft, jetzt will der Vollblutgastronom mit Uhle durchstarten.

Millionen haben die Eigentümer des Hauses in den Umbau zum Hotel gesteckt. Frymarks haben noch einmal einen mittleren sechsstelligen Betrag für die Ausstattung investiert. Die Gäste erwartet ein modern ausgestattetes Restaurant im historischen Ambiente.

„Wir werden eine frische Küche mit saisonalen, regionalen Produkten anbieten“, kündigt Dirk Frymark an, der auch Jugendwart des Schweriner Köche-Clubs ist. Für Feiern kann der Rittersaal gebucht werden. Im Bistro werden vor allem Weine aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Übersee angeboten. Für das Hotel streben die neuen Betreiber vier Sterne an. 16 Zimmer und zwei Suiten stehen für die Gäste zu Verfügung.

16 Mitarbeiter wollen die Frymarks beschäftigen. „Es war kein Problem, Personal zu bekommen“, sagt Annika Frymark. „Bisher haben wir keine Werbung gemacht, haben einen Teil des Führungspersonals aber schon engagiert.“ Weitere Interessenten können sich gern bewerben.

Das Weinhaus Uhle, im April 1906 am jetzigen Standort im Beisein des Großherzogs eröffnet, war selbst zu DDR-Zeiten als HO-Gaststätte das erste Haus am Platz. Von den Herren wurde eine Krawatte beim Betreten erwartet. Bier gab es nur als Herrengedeck zusammen mit einer Flasche Piccolo.

Nach mehreren Besitzer- und Betreiberwechseln war das Haus seit vielen Jahren geschlossen. „Elitär“ soll es nicht erneut werden, aber edel. „Das Weinhaus Uhle wird wieder die erste Adresse am Platz werden, das kann ich Ihnen versprechen“, sagt Annika Frymann.

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erstellt am 07.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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