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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. August 2017 | 17:14 Uhr

Rampe feiert : Uferfest lockt nach Rampe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Diakoniewerk Neues Ufer feiert 25-jähriges Bestehen: Festwoche endet am Sonnabend mit buntem Treiben auf der Wiese

Die Blütenpracht in der Werkstatt ist nicht zu übersehen. Mehr als 1000 Einzelblüten lagerten in den zurückliegenden Wochen hier. Die kleinen wie großen Blüten sind aus Sperrholz, die Formen haben die Mitarbeiter in der Kreativ-Werkstatt des Diakoniewerkes Neues Ufer in Rampe aus Platten herausgeschnitten, geschliffen, bemalt und zu größeren Blüten-Arrangements zusammengefügt, erzählt Gruppenleiterin Angelika Kliesch. Bestimmt sind sie für das Bühnenbild beim 25. Uferfest, zu dem das Diakoniewerk Neues Ufer Rampe am Sonnabend von 11 bis 17 einlädt. Es bildet den Abschluss der Festwoche.

Am Sonnabend wartet ein buntes Programm auf Mitarbeiter und Besucher. Es beginnt mit einer Andacht von Landespastor Martin Scriba, außerdem sind der Posaunenchor der Kirchengemeinde Zittow-Retgendorf und Kinder aus dem integrativem Kindergarten für alle aus Retgendorf dabei. Danach beginnt das bunte Treiben auf und neben der Musikbühne mit Gesang, Tanz und Theaterdarbietungen aus den Einrichtungen.

Auf der Festwiese wird es viele Angebote geben: Dazu gehören Kreativ- und Bastelstände, Glücksrad, Schminken, Tobola, Kegelbahn, Reiten für Kinder. Beim Handwerkermarkt präsentieren sich Holzgestalter, Bäcker, Schmied, Böttcher, Seiler, Imker, Keramiker, Töpfer sowie Korb- und Stuhlflechter. Filzen wird angeboten, Pflanzen sind zu haben. Die Ramper Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Arbeit finden, stellen ihre neuesten Produkte vor und laden zum Tag der offenen Tür ein. Fahrräder werden codiert. Der Brüsewitzer Hundesportverein veranstaltet in Rampe ein offenes Agility-Turnier.

Zum ersten Mal dabei ist das Bibelmobil auf dem Kirchen-Campus. Noch steht es bis Freitag am Südufer des Schweriner Pfaffenteiches und ist dort ganztägig bis 18 Uhr geöffnet. Das Mobil ist Bibelausstellung, Klassenzimmer, Buchladen, Informationszentrum, Lexikon und Blickanfang in einem, erläutert der Geschäftsführer des Diakoniewerkes Thomas Tweer. Hier könne man sich auch die kleinste Bibel der Welt unter einem Mikroskop ansehen oder Bibeltexte mit einer nachgebauten Gutenberg-Druckpresse drucken.

„Wir verstehen uns als sozialer Dienstleister der evangelischen Kirchen“, betont Tweer. Das Diakoniewerk unterhält in und um Schwerin unter anderem Kitas, Schulen, Werkstätten, Pflege- sowie Wohneinrichtungen für Behinderte. Gegründet wurde es auf dem Gelände der ehemaligen Staatssicherheit in Rampe. Zuvor hatte der Runde Tisch die Konzeption einer sozialen Nutzung des Gebäudekomplexes beschlossen. Im Januar 1991 nahmen dann elf Menschen mit Behinderung ihre Arbeit in den Ramper Werkstätten auf. Heute hat das Diakoniewerk 40 Einrichtungen, mehr als 700 Mitarbeiter und noch einmal mehr als 280 betreute Mitarbeiter in den Ramper Werkstätten.

Die Vergangenheit ist zwar noch erkennbar, doch die Häuser sind umgebaut, modernisiert und farbenfroh gestaltet. Ein Garten der Sinne, eine Baumkirche und viel Grün prägen das neue Gesicht des Geländes. Von den einst zwölf Wachtürmen auf dem Gelände ist einer stehengeblieben – als umgestalteter Kirchturm. Der Künstler Tino Bittner ist vor wenigen Tagen damit fertig geworden.

All das sind gute Gründe, das Jubiläum – 25 Jahre Diakoniewerk Neues Ufer Rampe – feierlich zu begehen. Ministerpräsident Erwin Sellering, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sowie Bundestagsabgeordneter Dietrich Monstadt wollen am Sonnabend mit Schülern und dem Vorsitzenden des Werkstattrats ins Gespräch kommen.

Auch der Landtag ist in Rampe mit einem Stand vertreten. Besucher können mit Abgeordneten ins Gespräch kommen. Es gibt ein Quiz rund um Politik und Historie. Verlost wird unter allen Quizteilnehmern ein Besuch im Landtag inklusive Schlossführung und einem Essen für zwei Personen im Schlossrestaurant.

Allerlei fürs leibliche Wohl gibt es selbstverständlich auch beim Uferfest: Gegrilltes ebenso wie Vegetarisches.

Wer nach Rampe fahren möchte, sollte die Kreisstraße in Richtung Retgendorf nehmen und an der Abfahrt Diakoniewerk abbiegen. Zwischen 10.15 und 17.15 Uhr fährt auch ein Shuttle ab Schweriner Hauptbahnhof, Haltestellen 1 und 2.


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erstellt am 26.Mai.2016 | 16:00 Uhr

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