Grund zur Freude : Üppiger Landeszuschuss für Horte

Umbau des Hortes für die Heinrich-Heine-Schule: Fast zweieinhalb Millionen Euro schießt das Land zu.
Umbau des Hortes für die Heinrich-Heine-Schule: Fast zweieinhalb Millionen Euro schießt das Land zu.

Wirtschaftsministerium stellt Städtebaufördermittel in Millionenhöhe für die nächsten Jahre in Aussicht

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18. August 2015, 08:00 Uhr

Selten dürfte sich die Stadtspitze so gefreut haben wie über die Post aus dem Wirtschaftsministerium, die jetzt ins Stadthaus flatterte. Im Städtebauförderprogramm hat das Land für Schwerin nahezu alle Wünsche auf Förderung berücksichtigt und darüber hinaus weitere positive Signale gesendet. So könne die Landeshauptstadt durchaus noch mit Unterstützung des Landes rechnen, wenn es um Einzelvorhaben in der Schelfstadt geht. Das war bislang kein Thema mehr gewesen, da die „städtebauliche Gesamtmaßnahme Schelfstadt“ de facto abgeschlossen ist. Einziger Wermutstropfen: Für Lankow gibt es jetzt kein Fördergeld.

Im einzelnen dürften vor allem die Millionen für die Innenstadt-Horte Freude in der Stadt ausgelöst haben. Auch wenn bereits im Vorfeld der Umbauarbeiten für den neuen Hort der Heinrich-Heine-Schule und des City-Hortes Zustimmung vom Land eingeholt wurde, liegt es doch vorbehaltlich des amtlichen Fördermittelbescheides zumindest schwarz auf weiß im Stadthaus vor. 3,7 Millionen Euro steuert das Land für den Ausbau der Friedensstraße 4 zum City-Hort bei. 2,4 Millionen Euro sind es für die Sanierung und den Umbau der Häuser Werderstraße 66, 68, 70 für den neuen Heine-Hort. Beide Bauvorhaben sind existenziell für die städtische Schulplanung. Denn in den vergangenen Jahren reichten weder die innerstädtische Schulkapazität noch das Hortplatzangebot. Erst in diesem Jahr gab es keine größeren Probleme. Mit den beiden neuen Horten soll die Zeit der Provisorien und der Improvisationen vor jedem neuen Schuljahr beendet werden.

In die Paulsstadt fließt noch eine weitere Million Fördermittel – für die Verlegung der Gleise am Brückenbauwerk Wittenburger Straße und die entsprechenden Vorarbeiten.

Das übrige in avisierte Städtebaufördergeld kommt den Stadtteilen Neu Zippendorf und Mueßer Holz zugute. So sind allein 800 000 Euro für die Erneuerung der Hamburger Allee vorgesehen. Mit einem Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro für die Sanierung des Platzes vor dem Fernsehturm kann die Stadt ebenfalls rechnen. Hinzu kommen 150 000 Euro für die Aufwertung des Stadtumbauquartiers Pankower Straße und noch einmal die gleich Summe für Vorbereitungsarbeiten.

Das Fördergeld gibt es nicht auf einmal. Es kann in einzelnen jährlichen Posten bis zum Jahr 2019 beim Landesförderinstitut MV abgerufen werden. Außerdem muss die Stadt jeweils ein Drittel der Fördersumme selbst beisteuern. Ohne die öffentlichen Mittel könnte die verschuldete Landeshauptstadt die Bauvorhaben nicht realisieren.

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