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Nach SVZ-Berichterstattung : Überwältigende Hilfsbereitschaft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nachdem SVZ über den Diebstahl des Sprachcomputers und die Krankheit von Leonie-Marie berichtet hatte, wendete sich das Blatt

von
erstellt am 22.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Sanela Zahirovic ist überwältigt und dankbar über die Hilfe, die ihr nach einem Artikel in der SVZ zuteil geworden ist. Ihrer elfjährigen Tochter Leonie-Marie war in der Schule der 5000 Euro teure Sprachcomputer gestohlen worden – und plötzlich sah es so aus, als müsse die Familie den Schaden ersetzen. Das aber konnten sich Sanela Zahirovic und ihr Lebensgefährte nicht leisten. Sie sorgen für insgesamt sieben Kinder, darunter Leonie-Marie, deren Krankheit bis heute nicht klar diagnostiziert werden kann. Deutschlandweit kamen Hilfsangebote an die tapferen Schweriner, die trotz schwerer Schicksalsschläge den Kopf nicht hängen lassen und jeden Tag erneut optimistisch nach vorne schauen. Für das große Aufatmen in der Großfamilie sorgte aber schließlich das Engagement von Dr. Thomas Darsow vom Lions Club Schwerin. Er verhandelte persönlich mit der Krankenkasse und die sagte Anfang dieser Woche schließlich zu, dass Sanela Zahirovic für den Schaden nicht aufkommen müsse und dass es einen neuen Sprachcomputer für Leonie-Marie geben wird. Dr. Darsow hatte in der SVZ von den Nöten der Familie gelesen und befunden: ein klassischer Fall für die Lions, die seit in Schwerin seit 1990 die Grundsätze gegenseitiger Hilfe praktizieren und fördern, für die kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft eintreten und der Gemeinschaft dienen, ohne daraus persönlich materiellen Nutzen zu ziehen. So formulieren sie ihre Ziele unter dem Grundsatz „We serve“. Dr. Darsow nahm Kontakt zur Familie auf, besprach das weitere Vorgehen mit dem Lions-Vorstand. „Wir hätten auch mit einer Spende helfen können, aber ich denke, so ist es am besten gelaufen“, sagt er. „Die Vorstellung, 5000 Euro zahlen zu müssen, lastete schwer auf der Familie.“

Auch Kaplan Heiko Kiehn von der katholischen St. Anna-Gemeinde hatte den SVZ-Bericht gelesen, war im Mueßer Holz vorbeigefahren und hatte bei Sanela Zahirovic geklingelt. „Ich war wirklich sehr überrascht“, sagt sie lächelnd. Dem Kaplan erzählte sie von Leonie-Maries Krankheit, aber auch vom Hilfsangebot der Lions – und vom therapeutischen Reiten in Holthusen, das ihre kleine Tochter verwandelt. Wenn sie auf dem Pferderücken sitzt, sind die Schmerzen vergessen und Leonie-Marie kann sogar gut sprechen, erzählt ihre Mutter. Leider zahle die Krankenkasse diese Stunden nicht. Am nächsten Sonntag berichtete Kiehn seiner Gemeinde von dem Besuch und stellte ein Spendenkörbchen auf für Familie Zahirovic. Das Geld, das zusammenkam, soll für die ersehnten Reitstunden verwendet werden. Zwei große Hoffnungsfunken in einem Leben voller schwieriger Nachrichten. Leonie-Marie wurde sechs Wochen zu früh geboren. Eine der ersten Diagnosen war Grauer Star. Es sollte nicht die letzte sein. Das Mädchen krabbelte spät, sprach schlecht, lernte erst mit drei Jahren laufen. Skoliose, Muskelschwäche und diverse Gendefekte wurden inzwischen bei Leonie-Marie festgestellt. Immer wieder bekommt sie hohes Fieber und schlimme Schmerzen, macht ihrer Familie die Nacht zum Tag. Auch jetzt dämpft Leonie-Maries Gesundheitszustand ein bisschen die Freude bei Sanela Zahirovic – seit Tagen kämpft sie wieder mit Fieber, ist blass, schwach, lächelt weniger als sonst. Die Ärzte wollen sich jetzt das Herz der Kleinen genauer anschauen. „Aber wir sind so glücklich über die Hilfe vom Lions Club und möchten uns auf diesem Wege bei den Lions und bei allen anderen ganz herzlich bedanken“, sagt Sanela Zahirovic. „Uns ist ein großer Stein vom Herzen gefallen.“ Dank sagt sie auch allen, die ihr via Facebook Trost zugesprochen oder Hilfe angeboten haben. Ihre Geschichte hat die Herzen der Menschen berührt. Und auch das macht ihr Mut, lächelnd weiterzumachen und die Hoffnung nie aufzugeben.

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