Sicher zur Schule : Überall Tempo 30

Werderstraße: So wie die Heineschule, befinden sich auch sechs weitere Schweriner Grundschulen in der 30-Zone.
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Werderstraße: So wie die Heineschule, befinden sich auch sechs weitere Schweriner Grundschulen in der 30-Zone.

Landeshauptstadt setzt auf verkehrsberuhigte Zonen vor Bildungseinrichtungen und Pflegeheimen

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02. November 2015, 21:00 Uhr

Während derzeit auf Bundesebene über das Für und Wider von Tempo-30-Zonen vor Schulen diskutiert wird, kann sich Schwerin bei diesem Thema gelassen zurücklehnen: Bei allen 28 Schulen in der Landeshauptstadt besteht kein Handlungsbedarf für weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Das habe eine Befragung aller Einrichtungen und Prüfung der Verhältnisse vor Ort übergeben, berichtet der Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, Dr. Bernd-Rolf Smerdka. Allerdings gäbe es durchaus noch Optimierungsbedarf im Hol- und Bringe-Verkehr.

Konkret stellt sich die Situation so dar: Sieben der acht Schweriner Grundschulen befinden sich in Tempo-30-Zonen. Einzige Ausnahme ist die Salo Kreativschule im Bremsweg. Doch dort ist das Verkehrsaufkommen äußerst gering. An vielen Grundschulen sind Schülerlotsen im Einsatz.

Bei den vier Regional- und Gesamtschulen sieht es ähnlich aus. Die Brecht- und die Weinertschule befinden sich in Einbahnstraßen mit wenig Verkehr. Ähnlich ist es beim Sportgymnasium und Fridericianum. Und am Goethegymnasium sorgt ein Fußgängerüberweg für sichere Querung.

Aus den neun Privatschulen werden auch keine Probleme signalisiert. Nur bei der Niels-Stensen-Gesamtschule sind in den Pausen viele Schüler auf öffentlichen Straßen unterwegs. Halteverbote auf beiden Seiten der Schäferstraße sorgen aber dort für ausreichend Sicht. Außerdem wird das Überqueren von Straßen von Lehrkräften abgesichert.

Bei den vier Förderschulen besteht nach Auskunft der Schulleiter kein Bedarf an Fußgängerüberwegen. Der Großteil der Schüler wird mit Fahrdiensten direkt bis an die jeweilige Schule gebracht.

„Zusammenfassend können wir bei der Beurteilung der Verkehrssicherheit im direkten Umfeld der Schulen in der Landeshauptstadt feststellen, dass derzeit keine weiteren verkehrsberuhigenden Maßnahmen nötig sind“, sagt Smerdka. Allerdings werde sei Amt im Ergebnis der Vor-Ort-Prüfungen einigen Schulen Empfehlungen zur besseren Organisierung des Hol- und Bringesystems der so genannten Eltern-Taxis geben.

Das Amt für Verkehrsmanagement habe neben der Überprüfung der Verkehrssicherheit an den Schulen auch die Situation an der zwölf Pflegeheimen in der Stadt kontrolliert, berichtet Smerdka. Das Fazit sei ähnlich gut wie zu den Bildungseinrichtungen ausgefallen: „Es wurde keine Notwendigkeit für das Einrichten von zusätzlichen Fußgängerschutzwegen festgestellt“, fasst der Amtsleiter zusammen.

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