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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 14:15 Uhr

Feuerwehr : Turbulenter Start für Brandschützer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wehrführer zieht Bilanz für Freiwillige Wehr Schlossgarten: Rekordmarke 2014 ist auch Belastungsgrenze

von
erstellt am 21.Jan.2015 | 16:00 Uhr

Das neue Jahr war kaum ein paar Minuten alt, da heulte bei der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Schlossgarten die Sirene. Vier Einsätze am 1. und 2. Januar waren die Bilanz der ersten Tage. „Damit beginnt das Jahr 2015 so, wie das Jahr 2014 insgesamt verlaufen ist“, erklärt Wehrführer Marian Lehmann. 126-mal mussten die 49 aktiven Kameradinnen und Kameraden im vergangenen Jahr zu Einsätzen ausrücken. Für diese Einsätze opferten die Brandschützer insgesamt 1016,75 Stunden – alles ehrenamtlicher Dienst.

Jeweils 35-mal musste die Wehr Brände bekämpfen und Hilfe leisten. 31-mal gab es eine Alarmierung, die sich dann aber als Fehlalarm herausstellte. „In den meisten Fällen waren es Heimrauchmelder und Brandmeldeanlagen“, sagt Lehmann. Für Bereitschaftsdienste und Einzelaufgaben haben die Mitglieder der Wehr 25 Einsätze verbucht.

„Mit dieser Einsatzzahl haben wir für unsere Wehr eine neue Rekordmarke erreicht, wir bewegen uns damit aber auch an der Belastungsgrenze für unseren derzeitigen Personalbestand“, betont der Wehrführer.

Hinzu kämen 4135,25 Ausbildungs-, Übungs- und sonstige Dienststunden. Bewertet mit dem aktuellen Entgeltsatz laut Gebührenordnung der Feuerwehr von 27  Euro, wurden also Leistungen im Wert von rund 139  100 Euro ehrenamtlich für die Bürger erbracht, rechnet Lehmann vor.

Neben der traditionellen Absicherung des Fünf-Seen-Laufes Anfang Juli und dem ebenfalls traditionellen Laternenumzug für den Stadtteil Anfang Oktober haben die Kameraden im vergangenen Jahr erstmals während eines Mitmachtages den Schwerinern die Gelegenheit geboten, die Feuerwehrarbeit selbst aktiv kennenzulernen. „Außerdem gab es noch eine besondere Herausforderung zu bewältigen: Für die neue Bioabfallbehandlungsanlage der SAS wurde ein großes Betonsilo gebaut. Um dessen Dichtigkeit zu prüfen, wurde unsere Feuerwehr gefragt, ob sie nicht Wasser in das Silo pumpen könne. Natürlich haben wir zugesagt“, betont der Wehrführer.

Es sei schon eine kleine Herausforderung gewesen, da die Wehr das Wasser über eine längere Wegstrecke pumpen musste. „Hierbei ging es um rund 1800 Meter. So oft wird in unserer Stadt so etwas nicht gemacht. Wir förderten das Wasser mit insgesamt vier Pumpen. Gepumpt wurde an drei Tagen jeweils vier bis fünf Stunden“, erzählt Lehmann. Er und seine Mitstreiter haben den Behälter etappenweise mit 700  000 Liter Wasser gefüllt. „Es war eine neue Erfahrung für uns und wir sind, falls es mal nötig sein sollte, bereit für einen Einsatz mit Wasserförderung über lange Wegstrecken“, ergänzt er.

Doch es gibt auch ein paar Stellen, an denen der Schuh drückt: „Wir freuen uns immer über neue Interessenten für unser Team. Jeder wird gebraucht und trägt zum Erfolg bei“, so der Chef der Wehr. Und neben der kompletten Ausrüstung, seien die Männer auch stets auf den Ernstfall bestens vorbereitet – beispielsweise durch die Sanitätsausbildung. Die Ausbildung in der Feuerwehr sei auch im Alltag hilfreich.

Was Lehmann sich von seinem Team wünscht: „Spaß an Herausforderungen und einen Sinn für Gemeinschaft.“ Mindestens 18 Jahre sollten die Anwärter sein. Mehr Informationen zur Feuerwehr gibt es unter www.ff-schlossgarten.de.

 


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