Verkehr : Tüv: In Schwerin viele Autos okay

Mängel an der Fahrzeugbeleuchtung gehören zu den häufigsten Problemen bei der Hauptuntersuchung, weiß Dirk Hubeny, Leiter der Tüv-Station Schwerin.
Mängel an der Fahrzeugbeleuchtung gehören zu den häufigsten Problemen bei der Hauptuntersuchung, weiß Dirk Hubeny, Leiter der Tüv-Station Schwerin.

In der Landeshauptstadt bestehen deutlich mehr Fahrzeuge die Verkehrssicherheitsprüfung als im Bundesdurchschnitt

svz.de von
11. November 2014, 18:00 Uhr

In Schwerin fahren erfreulich viele Autos ohne Mängel. Das ist das Fazit, das Dirk Hubeny, der Leiter der Tüv-Station in Lankow, rückblickend auf die Prüfberichte des vergangenen Jahres zieht, die der Tüv Nord jetzt vorgelegt hat. Insgesamt 76,3 Prozent der Autos, die an der Tüv-Station in Schwerin von den Sachverständigen gecheckt wurden, hatten gar keine Mängel. „Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis“, betont Hubeny.

Bemerkenswert sei aber auch die andere Seite der Medaille: Bei immerhin 13,9 Prozent wurden erhebliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert
werden, damit sie nicht zu einem Risiko im Straßenverkehr werden konnten. Schließlich wurden bei 9,8 Prozent geringe Mängel festgestellt, die ebenfalls schleunigst behoben werden mussten. Als völlig verkehrsunsicher wurde kein Auto eingestuft. Damit liegt Schwerin im bundesweiten Trend: Die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln geht erstmals zurück, die der ohne Mängel beim Tüv-Besuch steigt weiter, was schon in den vergangenen Jahren verzeichnet werden konnte.

Spannend sind aber noch weitere Zahlen: Das durchschnittliche Auto, das hier geprüft wurde, war 7,7 Jahre alt und hatte mehr als 100 000 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho.

Dirk Hubeny kann die Ursachen der Entwicklung näher erläutern: „Die Hersteller bauen eigentlich gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch gänzlich ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können. Wenn sich die Autofahrer ein wenig mehr um Wartung und Pflege des Fahrzeugs kümmern und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, ist das positiv für die Sicherheit auf unseren Straßen“, betont der Schweriner Tüv-Chef. Auch der kurze Check zum Beispiel der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt sollte zur Regel werden. „Wer sich um sein Auto kümmert und es überdies in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der Tüv-Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen“, sagt er aus langjähriger Erfahrung.

Dass vor allem die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sind. Oftmals werden bei der Hauptuntersuchung sogar mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt, berichtet Schwerins Tüv-Chef. Erfreulich: Die Mängelquote in diesem Bereich ist auch in diesem Jahr wieder zurückgegangen. Von 30,7 auf 29,9 Mängel pro 100 geprüfter Fahrzeuge. Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die im Oktober vom Tüv in Zusammenarbeit mit vielen Autowerkstätten durchgeführt wird, zeigt hier sicher Wirkung.

Insgesamt ergibt sich in der Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Bremsen“, „Umweltbelastung“ und „Achsen, Räder Reifen“. Je älter die Fahrzeuge werden, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Tüv-Plakette bekommen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch eine Hauptursache für Verschleiß und damit auch für Mängel anzusehen ist, steigt tendenziell und liegt jetzt bei den dreijährigen Fahrzeugen bei 50 749 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 133 255 Kilometern auf dem Tacho.

Einen Tipp hat Schwerins Tüv-Chef Dirk Hubeny noch: Wer noch mit einer blauen Tüv-Plakette unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin beim Tüv geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der fälligen Plaketten auf Gelb. Dann ist schon farblich erkennbar, dass der Tüv-Termin überzogen wurde. Nach spätesten zwei Monaten würde ein Bußgeld fällig und später kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

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