Feuerwehr-Cup : TS 8 bringt immer noch Leistung

Fans beim Fachsimpeln: Thoralf Sternberg aus Hohewisch präsentierte seine getunte TS 8 – ohne die Geheimnisse zu verraten.
Fans beim Fachsimpeln: Thoralf Sternberg aus Hohewisch präsentierte seine getunte TS 8 – ohne die Geheimnisse zu verraten.

Trammer richten Wettkampf mit alter Feuerwehrtechnik aus – Spornitzer holen sich dieses Mal den Lewitz-Pokal

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14. September 2015, 16:00 Uhr

Sie ist robust, gilt als zuverlässig und hat deshalb in vielen Feuerwehren immer noch ihre Fans: die Tragkraftspritze 8. Bei Einsätzen kommen heute zwar moderne Pumpen zum Einsatz, doch in fast jedem Gerätehaus zwischen Elbe und Oder ist auch noch eine TS 8 zu finden. Am Sonnabend zeigten gleich 15 Feuerwehr-Mannschaften auf dem Sportplatz von Tramm, dass die alte Technik immer noch Leistung bringt. Eigentlich sogar noch mehr Leistung als früher. „Unsere TS ist Baujahr 1962. Die Motorleistung damals wurde mit 28 PS angegeben“, erzählt Thoralf Sternberg. Der 30-Jährige gehört der Freiwilligen Feuerwehr Hohewisch an. Der Tanktechniker hat zudem eine Leidenschaft fürs Schrauben. Bei Liebhaberstücken wird auch schon mal an der Leistungskurve dreht – nach oben versteht sich. Wie viel Kraft in seiner TS 8 steckt, das weiß Thoralf Sternberg nicht genau. Und verraten würde er es ohnehin nicht: „Jeder hier hat seine eigene Methode, mehr aus dem Motor rauszuholen.“ Deshalb ist es auch so spannend zu erfahren, ob es noch bessere, leistungsstärkere TS 8 in anderen Feuerwehrhäusern gibt.

Das ist genau der Grund, warum einmal im Jahr Feuerwehren auf dem Sportplatz von Tramm zusammenkommen. Die örtliche Wehr richtet den Lewitz-Cup aus. Bei der vierten Auflage am Sonnabend gab es einen neuen Teilnehmerrekord. Denn inzwischen treten nicht nur Teams aus der Lewitz an, aus der Region um Schönberg kamen gleich mehrere Mannschaften. „Mit unserer Technik können wir da nicht mithalten“, schätzt Wehrführer Ingo Köcher ein.

Aber die allein reicht eben auch nicht. Denn beim Lewitz-Cup müssen die Feuerwehrleute mit ihrer TS 8 einen „Löschangriff nass“ zeigen. Das zeitschnellste Team gewinnt den Wanderpokal. Den hatte im vorigen Jahr die Mannschaft aus Hohewisch gewonnen. „Noch mit einer anderen TS 8“, erzählt Thoralf Sternberg. Die „neue“ ist erst im Frühjahr fertig geworden. Länger als zwei Jahr hat er daran gebastelt. „Der Motor ist zum größten Teil original.“ Was er verändert hat, das bleibt das Geheimnis des Schraubers. Die TS 8 aus Hohewisch mit ihrer frischen, schwarz-roten Lackierung gucken sich alle an. „Die anderen Teams müssen sich aber nicht verstecken, vor allem die Spornitzer nicht“, sagt Sternberg schon vor den Wettstreit anerkennend. Und der Fachmann sollte recht behalten. In diesem Jahr war Spornitz das schnellste Team, gefolgt von Werder bei Lübz und Herrnburg bei Schönberg. Das Team aus Hohewisch war nur ein bisschen langsamer, kam auf Rang 5. Die Trammer landeten auf Rang 9. Dennoch zeigt sich Ingo Köcher sehr zufrieden. „Es hat wieder allen Spaß gemacht“, betont der Wehrführer. Deshalb richtet Tramm am zweiten September-Wochenende nächsten Jahres wieder den Lewitz-Cup aus.

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