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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 18:00 Uhr

Rastow : Trotz leerer Kasse viel vor

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bürgermeister Ralf-Egbert Scharlaug bringt nicht nur mehr Licht in die Gemeinde, er will auch die Sportstätten aufpeppen

von
erstellt am 28.Jan.2015 | 08:30 Uhr

Die Wunschliste für Rastow ist lang und hoch ist die Zahl hinter dem Minus im Haushalt der Kommune. 744  000 Euro fehlen in diesem Jahr, um schwarze Zahlen zu schreiben. Ralf-Egbert Scharlaug, der neue Bürgermeister, lässt sich davon jedoch nicht beirren. „Wir müssen zwar sparsam sein, ich habe auch eine Haushaltssperre verhängt, doch es darf in der Gemeinde keinen Stillstand geben“, betont er. Die Haushaltssperre wurde von allem Gemeindevertretern beschlossen. „Mir ist wichtig, dass wir hier einheitlich zu einem Ergebnis kommen und auch alle hinter dem stehen, war wir voranbringen.“ Voranbringen will er in der nächsten Zeit vor allem die Beleuchtung in der Gemeinde. „Wir haben Straßenlaternen, die kein Licht spenden. Doch dafür wurden sie doch einst aufgestellt“, erklärt Scharlaug. Seit Oktober leuchten die Straßenlampen in der Gemeinde Rastow nun wieder. Aber mit einem einmaligen Anschalten sei es nicht getan: „Wir müssen Geld in die Hand nehmen, um die alten Anlagen zu sanieren“, erklärt er. Kosten würde das allerdings 200  000 Euro – Geld, das die Gemeinde nicht hat. „Es sind teilweise Lampen aus den 1970er- Jahren. Der Beton ist brüchig, die Kabel mehr als schlecht. Doch wir werden es in kleinen Schritten machen“, betont Scharlaug. Denn immerhin werde auch der jeweilige Anwohner zur Kasse gebeten. „Gerne würden wir darauf verzichten, aber das geht leider nicht“, ergänzt er. In den nächsten Wochen werde die Gemeinde eine Prioritätenliste erarbeiten. Ziel sei es, mit der Sanierung der Straßenlampen bis 2019 fertig zu sein.

Der zweite große Punkt auf Scharlaugs Wunschliste ist die Sanierung der Sporthalle. Der Bau hat wie die Straßenlampen schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel – mehr als vier. „Sie ist weder energetisch noch in sonst irgendeiner Weise saniert worden.“ Die letzte Nachzahlung für die Heizkosten von rund 17  000 Euro hat Scharlaug sehr zu denken gegeben. „Die Sportler haben gefroren, wir haben dann die Heizung etwas höher gedreht und jetzt diese Rechnung bekommen. Das kann so nicht weitergehen“, sagt er mit Nachdruck. Neben der Halle soll auch das Umfeld aufgewertet werden: „Wir müssen den Sportplatz verlegen, dichter an die Halle. Denn der bisherige Platz ist nur gepachtet und das erst einmal für die nächsten fünf Jahre“, erklärt er. Wie groß die Summe für die Sanierung der Sportanlage und den neuen Platz ist, sei noch unklar. „Wir setzen uns jetzt mit einem Architekten zusammen und schauen, was möglich ist und welche Förderungen es geben könnte“, so sein Plan.

Der dritte und vorerst letzte Punkt auf der Wunschliste ist der Radweg zwischen Kraak und Rastow. „Die Einwohner des Ortsteils wünschen sich eine Anbindung. Ich kann das gut verstehen. Aber hier liegen auch noch keine Kostenschätzungen vor“, sagt Ralf-Egbert Scharlaug. Neben den Investitionen konzentriere sich die Gemeinde Rastow auf die Neugewinnung von Industrie. „Unser Gewerbegebiet Fahrbinde ist top, doch es fehlen Firmen. Das muss sich ändern“, sagt der Bürgermeister und hofft auf Unterstützung vom Landkreis.

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