Ausgebrannt : Trödelmarkt in Rampe steht vor dem Aus

Was vom Feuer übrig blieb: Die zerstörte Trödelhalle soll im Januar abgerissen werden.
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Was vom Feuer übrig blieb: Die zerstörte Trödelhalle soll im Januar abgerissen werden.

Vor vier Monaten brannte Flemming Jacobsens Geschäft ab – für einen Neuanfang wird es wohl nicht reichen

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16. Dezember 2015, 21:00 Uhr

Das Gutachten der Brandsachverständigen wird in den kommenden Tagen erwartet. Dann steht fest, was der Auslöser für den Brand war, der vor knapp vier Monaten die Trödelhalle in Rampe komplett zerstört hatte. Inhaber Flemming Jacobsen geht von einem technischen Defekt aus. Bald weiß er offiziell, warum seine Existenz an einem Sonnabend im August in Flammen aufging, aber er weiß nicht, wie es für ihn weitergehen soll. Weihnachtsartikel, Werkzeug oder Spielzeug – bis zum 22. Dezember verkauft er noch das, was in den kleinen Baracken nahe seiner Trödelhalle unbeschadet geblieben ist. Dann schließt er ab. Aller Wahrscheinlichkeit nach wohl für immer.

Flemming Jacobsen ist 48 Jahre alt. Eigentlich kein Alter, um ans Aufhören zu denken. Doch er fühlt sich nicht fit. Manchmal kippt er um. Einfach so. Was ihm körperlich fehlt, das versuchen die Ärzte gerade herauszufinden. Was ihm auf jeden Fall fehlt, das ist seine Trödelhalle mit all den unzähligen Sachen, die er im Laufe der vergangenen acht Jahre zusammengetragen hatte, um sie wieder zu verkaufen. Das Feuer hat fast alles zerstört. Und jetzt fehlt dem gebürtigen Dänen auch das Kapital, um einen richtigen Neuanfang zu starten. Viel Geld von der Versicherung, sagt er, erwarte er nicht. Zwar werde, so Jacobsen, der Abriss der zerstörten Halle im Januar von der Versicherung bezahlt, doch für das Interieur, so befürchtet er, werde er wohl nur einen Bruchteil des eigentlichen Warenwertes bekommen. Jacobsen: „Es ist schwierig festzustellen, was für einen Wert meine Sachen gehabt haben.“

Gemeinsam mit Stiefsohn Thomas Düring eine neue Halle aufzubauen, sie wieder mit ganz vielen kleinen und großen, mit alten und fast neuen Sachen zu füllen, das ist sein Wunsch. Was passieren muss, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, das weiß er auch: „Ein Wunder“.

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