Schweriner Wasser : Trink- und Abwasser teurer

Verbandsvorsteher Georg Ihde (stehend) erläutert das Zahlenwerk und bekommt Rückendeckung für die Erhöhung.
Verbandsvorsteher Georg Ihde (stehend) erläutert das Zahlenwerk und bekommt Rückendeckung für die Erhöhung.

In Gemeinde des Zweckverbandes Schweriner Umland steigen zum Jahreswechsel die Grundgebühren

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25. November 2017, 16:00 Uhr

Volle Rückendeckung für den Vorstand des Zweckverbandes Schweriner Umland: Ohne große Debatte stimmte die Verbandsversammlung am Donnerstagabend in Crivitz einer Erhöhung der Grundgebühren bei der Trinkwasserver- und der Abwasserentsorgung zu – und das einhellig. „3,52 Euro pro Monat zahlt ein Haushalt in kommenden Jahr mehr“, rechnete Verbandsvorsteher Georg Ihde vor. Nachdem SVZ die anstehenden Erhöhung öffentlich gemacht hatte, sei es zu Verunsicherungen kommen. Die Zahlen sind eindeutig: Die jährliche Grundgebühr beim Trinkwasser steigt von 32,74 auf 45 Euro. Der Kubikmeter Wasser kostet weiterhin 1,47 Euro. Beim Abwasser geht die jährliche Grundgebühr von 60 auf 90 Euro rauf. Der Verbrauchspreis pro Kubikmeter bleibt bei 2,65 Euro. Die neuen Gebühren gelten in den 39 Mitgliedsgemeinden rund um Schwerin, die haben zusammen knapp 50 000 Einwohner. Trotz der ersten Gebührenerhöhung seit vielen Jahren, liegt der Zweckverband Schweriner Umland immer noch im Viertel der preisgünstigsten Zweckverbände in MV, hob Ihde hervor. Doch die Kostensteigerungen seien nicht länger durch Einsparungen aufzufangen. Hinzu kommt, dass der Abbau der Verbindlichkeiten aus alten Krediten beschleunigt werden soll. Da stehen immer noch 18 Millionen Euro in den Büchern des Verbandes. Diese Summe soll um mindestens eine halbe Millionen Euro gesenkt werden. Hinzu kommt der steigende Bedarf an Investitionen im Trinkwasserbereich. Denn dieses Netz ist stellenweise sehr alt. Und da es für die grundhafte Erneuerung ganzer Ortsnetze keine generelle Förderung mehr gibt, muss der Verband vorbeugen, das Eigenkapital erhöhen und Rücklagen für Investitionen bilden, argumentiert Ihde.

Dementsprechend weist der ebenfalls beschlossene Wirtschaftsplan 2018 mehr Investitionen im Trinkwasserbereich (700 000 Euro) als beim Abwasser (450 000 Euro) aus. Größtes Einzelprojekt mit rund 300 000 Euro wird die Erneuerung der Trinkwasserleitung Klein Rogahn. Wenn das Land dort seine Straße saniert, wird die alte Hauptleitung von Privatgrundstücken genommen und die neue im öffentlichen Raum verlegt.

In großer Runde wurde zudem auch beschlossen, die die Regenwasser-Gebühr in der Stadt Crivitz zu erhöhen. Denn die wird ebenfalls über den Zweckverband eingezogen. Die Gebühr für Grundstückseigentümer steigt von 40 Cent pro versiegeltem Quadratmeter Fläche auf 57 Cent. Dadurch solle es möglich werden, in Zukunft pro Jahr 50  000 Euro in das stellenweise marode und überlastete Regenwasser-System der Stadt zu stecken. Was genau passiert, das entscheiden Stadt und Zweckverband gemeinsam.

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