Triathlon-Herzen schlagen in Schwerin schneller

<fettakgl>Dennis Kruse</fettakgl> sicherte sich den Sieg auf der olympischen Distanz.
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Dennis Kruse sicherte sich den Sieg auf der olympischen Distanz.

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01. Juli 2012, 05:36 Uhr

Schwerin | Kaiserwetter, glückliche Sportler, bestens gelaunte Zuschauer und zufriedene Organisatoren - Triathlon-Herz, was willst du mehr. Rund 300 Teilnehmer machten den gestrigen 24. Schweriner Schlosstriathlon zu einer runden Sache.

Angesichts der an drei Stellen im Burgsee gemessenen Wassertemperatur von 18,5 Grad war klar, es wird in Neos geschwommen. Und so gaben beim Start am Bertha-Klingberg-Platz das Weiß der Badekappen und das Schwarz der Schwimmanzüge farblich den Ton an. Den Anfang machte um 10 Uhr das zahlenmäßig größte Feld der Nordpokal-Starter. Hier galt es, die olympische Distanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km in Laufschuhen zu meistern.

"Alles super, die Bedingungen sind perfekt, ich möchte unter die Top Ten", gab Dauerbrenner Frank Baalcke als persönliche Zielstellung aus. Und damit hatte der 44-Jährige, der noch keine der jetzt 24 Triathlon-Auflagen in seiner Heimatstadt verpasst hat, keineswegs zu hoch gestapelt. Als Gesamtvierter verpasste Baalcke nur knapp den Sprung aufs Treppchen.

Für den Sieg in seiner Altersklasse reichte das allemal. Schneller waren nur Dennis Kruse (TriSport Schwerin), der Vorjahresdritte Robert Skazidroga (Triabolos Hamburg) und Bengt Behrens (TC Fiko Rostock). Der 23-jährige Kruse, der am Donnerstag nach Frankreich fährt, um sich für die Cross-Triathlon-Weltmeisterschaften zu qualifizieren, spielte seinen Trumpf auf dem Rad voll aus. Als Fünfter am Weiße-Flotte-Anleger aus dem Wasser geklettert, fuhr er auf dem 40-km-Wendekurs einen Vorsprung von mehr als fünf Minuten heraus und konnte von diesem Polster auf den abschließenden vier Laufrunden um den Burgsee locker zehren. Schnellste Frau im Feld war die Hamburgerin Monika Goldberg, die Ilka Jäkel (HSG Uni Greifswald) und ihre Teamkameradin Daniela Hoyer auf die Plätze verwies.

Der durch seine Streckenführung und die Schlosskulisse ohnehin von allen Teilnehmern als attraktiv geschätzte Wettkampf sammelte durch eine Neuerung zusätzliche Punkte. Der Wechselgarten konnte erstmals von der Werderstraße auf die Rasenfläche vor dem Marstall verlegt werden: "Das ist ein Riesenzugewinn, macht die Organisation für uns insgesamt deutlich entspannter", freute sich TriSport-Chef Volkmar Müller, der bei allem Stress meist mit einem Lächeln im Gesicht anzutreffen war. Er konnte sich auf rund 150 Helfer verlassen, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Das Bild wurde von einer fröhlichen, freundschaftlichen Atmosphäre geprägt. Das galt auch für die Sportler, die sich für den Sprint mit gegenüber dem Nordpokal halbierten Distanzen entschieden hatten und entweder als Jedermänner (Sparkasse-Sprint-Triathlon) oder als Startpassinhaber (Schlosstriathlon) auf die schweißtreibende Strapaze mit zuschauerfreundlichem Rad-Rundkurs, der achtmal zu fahren war, gingen. Als Sieger durfte sich ohnehin jeder fühlen, der die Arme beim Zieleinlauf nach oben reckte, wenn die Kraft dafür noch reichte.

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