Crivitz : Tretminen im Rasen

Hundehaufen am Wegesrand, wie hier in Crivitz, mag keiner.
1 von 3
Hundehaufen am Wegesrand, wie hier in Crivitz, mag keiner.

Stadtvertreter Hans-Jürgen Heine setzt sich dafür ein, dass Wegränder nicht mit Hundehaufen verdreckt werden.

23-11368214_23-66108343_1416393103.JPG von
19. August 2015, 21:00 Uhr

Die Seepromenade dürfte zu den Wanderwegen zählen, die bei den Crivitzern besonders beliebt ist. Auch Hundehalter wählen diese Strecke beim Gassigehen mit Pfiffi und Co gern. Man sieht’s an den Hinterlassenschaften: Tretminen lauern im Grünstreifen.

„Eine Zeit lang war das sehr schlimm, richtig eklig“, erinnert sich Hans-Jürgen Heine. Er ist Stadtvertreter und leitet den Umweltausschuss. Deshalb auch hat er ein besonderes Auge auf das Grün in der Stadt. „Den Uferweg gehen viele lang, auch Besucher. Und wenn dann gleich mehrfach Hundekot am Wegesrand zu sehen ist, schreckt das erst einmal ab“, sagt Heine, der selbst einen Hund hat. Vor einigen Wochen hat er mit Stadtarbeitern eine Tafel angebracht. Darauf wird auf den Findlingspfad als kulturelle Einrichtung verwiesen. Hundehalter werden gebeten, ihre Vierbeiner von den Grünstreifen und den Findlingen fern zu halten – bzw. die Hinterlassenschaften des Hundes zu entsorgen. „Die großen Steine sind regelrecht ein Anziehungspunkt für Hunde, die gern hier ihr ,großes Geschäft’ machen“, weiß der Gädebehner. „Wenn’s schon passiert, sollte der Hundehalter doch so fair sein, und die Hinterlassenschaft mit einem kleinen Tütchen aufheben und entsorgen“, appelliert Heine an die Tierfreunde. Er habe den Eindruck, dass es nicht mehr ganz so viele Tretminen sind. Vielleicht habe der freundliche Hinweis auf der kleinen Tafel ja doch den einen oder anderen Hundefreund bewogen, besser auf seinen Wuffi aufzupassen, meint Heine.

Die Stadt kommt den Tierfreunden entgegen. Sie hat in einem Bereich des Uferweges, der gerade saniert worden ist, zwei Tütenspender aufgestellt – als Test. Inzwischen sind die Spender auch mit den Plastebeuteln gefüllt. Heine: „Um das Ganze komplett zu machen, müssen noch Hundeboxen aufgestellt werden, damit die Tütchen mit dem Hundekot auch gleich entsorgt werden können.“

Neben dem Uferweg mit dem Findlingspfad seien der Spielplatz am Wiesenweg und der Rosenweg bevorzugte Strecke zum Gassigehen, weiß Heine. Auch dort sei immer wieder mal Hundekot zu finden. Einwohner beklagen das – auch gegenüber Heine. Im Umweltausschuss beschäftigen sich die Mitglieder regelmäßig mit diesem Thema. „Eigentlich haben alle ein Interesse daran, dass die Wege, Plätze, Grünanlagen sauber und gepflegt bleiben“, sagt Heine. Er selbst scheue sich nicht, Zeitgenossen anzusprechen, die mit ihren Hund Gassigehen und wegschauen, wenn Bello sein Geschäft macht. Jeder sollte die Courage haben, Hundebesitzer bei derlei Verstößen anzusprechen, unterstreicht Heine.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen