Aktion Sauberes Schwerin : Treppenschacht am Bahnhof wird zur Müllhalde

Weg zwischen Bahnhof und Platz der Freiheit: Im Schacht neben der Treppe türmen sich die Abfälle, die hier offensichtlich schon seit Längerem entsorgt werden.
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Weg zwischen Bahnhof und Platz der Freiheit: Im Schacht neben der Treppe türmen sich die Abfälle, die hier offensichtlich schon seit Längerem entsorgt werden.

Bei illegaler Entsorgung fehlt vielen offenbar das Unrechtsbewusstsein

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05. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Zahlreiche Schweriner melden uns illegale Müllecken im Stadtgebiet. Denn gemeinsam wollen wir erreichen, dass Schwerin sauberer wird. Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen unterstützen die Aktion und konnten in mehreren Fällen bereits helfen. Eine sehr dreiste Müllablagerung meldete uns jetzt unser Leser Bernd Aulerich. Das Besondere dabei ist: Hier schmeißen gleich zahlreiche Passanten offenbar ihre Abfälle weg.

„Als ich am vergangenen Freitag nach sehr langer Zeit mal wieder den Fußweg vom Hauptbahnhof über die Pestalozzi-Straße zum Platz der Freiheit benutzte, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Dieser Dreck, Unrat und Müllecken neben und auf der Treppe hinter dem Bahnhof – unglaublich“, schrieb uns Bernd Aulerich. „Mich hat es fast erschlagen, denn auch in Weiterführung der Straße – nur Dreck.“ Auch der Bürgersteig befinde sich in einem erbärmlichen Zustand, nahezu halsbrecherisch die Stolperfallen und auch wieder mit Unrat vollgestopfte Kellerlichtschächte, so unser Leser. „Kontrolliert das niemand?“ Die SDS ist bereits informiert.

„Auch in unserer Nähe gibt es eine Schmuddelecke“, teilte uns Familie Wittwer mit. „Die Seite der Lagerstraße, an die das ehemalige Brauereigelände grenzt, wird schon seit Längerem als Ablageort für nicht mehr benötigte Autoreifen, Liegestühle oder Baumaterialien benutzt. Seit einigen Wochen stehen jetzt dort die Sammelbehälter für Altglas.“ Diese lockten noch mehr illegale Müllentsorger an, so dass sich neben Katzenbäumen, Bauschutt und Farbeimern viele andere nicht mehr benötigte Dinge dort anlagern. „Leider wird die Reinigung dieses Bereiches das Problem der illegalen Müllentsorgung nicht lösen können.“

Robert Quaß freut sich, dass unsere Aktion für ein Thema sensibilisiert, das bei so manchem offenbar in Vergessenheit geraten ist. „Erschütternd ist für mich das Unrechtsbewusstsein meiner Mitbürger. Bewohner der Ahornstraße und Gartenpächter in Lankow finden es offenbar ganz normal, Grünschnitt und andere Abfälle außerhalb ihres Grundstückes zu entsorgen.“ Ähnliche Beschwerden gab es bereits von WGS-Mietern in der Weststadt.

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