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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. September 2017 | 12:26 Uhr

Schwerin : Trend: Spielplätze für Senioren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ortsbeirat Schelfstadt möchte sein Buga-Geld in Fitnessgeräte und Trainingspfad investieren. SDS prüft weitere Standorte

von
erstellt am 22.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Mehr als 70 Spielplätze gibt es in der Landeshauptstadt. Für Kinder und Jugendliche ist das Angebot tiptop, aber wie sieht es mit der älteren Generation aus? Außer Bänken, zum Teil sogar ohne Lehnen, ist da nicht viel zu sehen. Oder doch? Der Ortsbeirat Schelfstadt bringt jetzt einen Bewegungsparcours mit Fitness-Gerät, Trainingsfläche für Rollatoren und seniorengerechten Bänken auf den Weg. Der Ortsbeirat Lankow hat schon für zwei Geräte im Generationenpark gesorgt. Die Stadtfraktion der Linken bringt sogar Rio, Barcelona und Istanbul ins Spiel: In den Metropolen gäbe es seit Jahren Fitnessparcours an Promenaden und Plätzen. Und immer mehr deutsche Städte würden auf den Trend aufspringen. Auch Schwerin solle prüfen, ob und wo Strecken entstehen könnten, wie beispielsweise in Schwedt, wo die Geräte unter anderem Seilbrücke, Stepping Snowboard, Plankenlauf, Slalombrücke Yetipfad, Stepping Catwalk und Pedalostrecke heißen.

Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen SDS haben die Idee aufgenommen in die planmäßige Überarbeitung der Spielplatzkonzeption 2017. Konkrete Ergebnisse würden dann im Jahr 2018 vorliegen. Bereichsleiter Nonno Schacht betont allerdings, dass in Schwerin bereits ein beachtlicher Fitness-Pfad für Jung und Alt existiert, nämlich rund um den Faulen See. Der werde seit vielen Jahren intensiv genutzt. 2013 wurde der Pfad um neue Geräte ergänzt.

Der Ortsbeirat Schelfstadt verplant aktuell die 10 000 Euro, die er, wie alle anderen Ortsbeiräte, aus dem Buga-Gewinn bekommen hat, für einen Seniorenbereich auf dem Spielplatz am Schelfmarkt. Wo heute eine Pergola und Sitzbänke hinter Klettergeräten und Bolzplatz zum Verweilen einladen, sollen Senioren künftig sportlich aktiv werden. Ein Beweglichkeitstrainer mit zwei großen Drehscheiben soll vor allem Arme-, Schulter- und Rückenpartie mobil halten, er bietet vier Übungsvarianten an. Auf einem 15 Meter langen Weg sollen dann auf drei unterschiedlichen Untergründen – Sand, Kopfsteinpflaster, Kiesel – Senioren mit oder ohne Hilfsmittel das sichere Gehen üben. Geplant ist außerdem noch eine Bank, die das Aufstehen leicht macht. Eine Gruppe der Garten- und Landschaftspflege der Dreescher Werkstätten unter Leitung von Michael Finck könnte den Pfad vielleicht schon im Herbst errichten.

Wie die Geräte bei den potenziellen „Kunden“ ankommen, das wollen Nonno Schacht und seine Mitarbeiter an den Abnutzungsspuren erkennen. Auch bei Kinderspielgeräten verfahren sie ähnlich. Prinzip: „Wenn das Unkraut spießt und der Lack gleichzeitig noch nagelneu glänzt, haben wohl nicht so viele Leute Interesse daran.“ Noch mehr Spielgeräte für Senioren könnten also sukzessive, je nach Finanzlage und Nachfrage, Einzug halten in Schwerin.

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