zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 19:01 Uhr

Schwerin : Treffpunkt für viele gute Ideen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehrgenerationenhaus des Internationalen Bundes im Mueßer Holz gibt es seit zehn Jahren – 250 Besucher kommen jede Woche

von
erstellt am 04.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Chor, Kindertheater, Seniorenclub, Malkurs, Rommee-Runde, Hausaufgabenhilfe, Sonntagsschule – unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses in der Keplerstraße finden viele Angebote einen Platz. Seit zehn Jahren gibt es die Einrichtung des Internationalen Bundes (IB) im Mueßer Holz jetzt. Ein Erfolgsmodell. So kamen auch viele Gratulanten zur großen Jubiläumsfeier, darunter Sozialministerin Stefanie Drese und Sozialdezernent Andreas Ruhl.

30 000 Euro im Jahr bekommt der IB für das Mehrgenerationenhaus aus dem entsprechenden Programm des Bundes, 10 000 Euro steuert jeweils die Stadt bei. Bis 2020 ist die Finanzierung zunächst gesichert. „Ziel der Angebote des Mehrgenerationenhauses ist es, Menschen über alle Generationen hinweg eine verlässliche Infrastruktur zu bieten, eine Anlaufstelle vor Ort“, sagt die Regionalleiterin des IB in Westmecklenburg, Astrid Brumme.

Und die Angebote werden angenommen, von jungen und älteren Menschen, von Einheimischen und Zuwanderern. Etwa 250 Personen nutzen das Mehrgenerationenhaus jede Woche. „Wir profitieren davon, dass unser Haus in vorhandene Strukturen eingebunden ist“, erklärt Brumme. So bietet der IB in der Keplerstraße unter anderem auch eine Kita, eine Familien- und Erziehungsberatung, ambulante Hilfen zur Erziehung und die Koordination von Freiwilligendiensten an. Haupt- und ehrenamtliche arbeiten Hand in Hand, es gibt eine enge Kooperation mit anderen Akteuren im Stadtteil.

Rund ein Dutzend Projekte läuft derzeit unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses – von der Krabbelgruppe bis zum Deutsch-Kurs für ältere Migranten. Koordinator ist Frank Brauns, der unter der Telefonnummer 0385/ 2082416 zu erreichen ist. Einige Angebote finden auch außerhalb des Hauses in nahe gelegenen Sporthallen statt, etwa ein Boxprojekt für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren oder ein Fußball- und ein Volleyball-Kurs.

Einen regen Austausch gibt es nach Angaben von Regionalleiterin Brumme auch mit der Caritas, die Träger des zweiten Mehrgenerationenhauses in Schwerin ist, angesiedelt im Stadtteiltreff in der Johannes-Gillhoff-Straße in Krebsförden. „Wir sehen in dem anderen Haus keine Konkurrenz“, betont Brumme. Im Gegenteil: Das Haus des IB habe der Einrichtung der Caritas als Pate zur Seite gestanden. „Je mehr in der Stadt für junge und ältere Menschen getan wird, um so besser“, so die Regionalleiterin.

Wie sieht die Zukunft des Mehrgenerationenhauses aus? „Ich gehe davon aus, dass die Förderung durch den Bund weitergeht“, sagt Astrid Brumme. Freilich müsse sich jedes Mehrgenerationenhaus nach Ablauf der Förderperiode wieder neu um Unterstützung bewerben. Die Regionalleiterin rechnet damit, dass sich die inhaltlichen Schwerpunkte weiter verschieben werden. Sei es in der Anfangsphase vor allem um das Miteinander der Generationen gegangen, würden heute die Integration von Flüchtlingen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung einen zentralen Förderschwerpunkt darstellen. „In den kommenden Jahren dürfte wahrscheinlich dem Aspekt der Pflege älterer Menschen in der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser eine noch größere Bedeutung zukommen“, sagt Astrid Brumme.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen