Schweriner Museen : Treffen der Meister

Das Staatliches Museum ist für seine Gemälde Alter Meister berühmt.
Das Staatliches Museum ist für seine Gemälde Alter Meister berühmt.

Schweriner Schätze von Kunst bis Technik – heute: Das Staatliche Museum am Alten Garten

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13. März 2018, 12:00 Uhr

Der Tempel der Musen, der Schutzheiligen der Künste. Die griechische Herkunft des Wortes Museum – „mouseion“ – ehrt bereits eindrucksvoll die Kunst, die den Besucher im Inneren erwartet. Der Pariser Louvre oder das Guggenheim in New York gehören zu den bekanntesten Museen der Welt. Doch wer eindrucksvolle Sammlungen sehen möchte, wird auch in den Schweriner Museen fündig. Heute: Das Staatliche Museum Schwerin.

Vor dem Gebäude am Alten Garten wacht der bronzene Paul Friedrich, Großherzog von Mecklenburg. Hinter ihm führen 34 steinerne Stufen zum Eingang. Die Wände in der Galerie im oberen Stockwerk des Staatlichen Museums sind reich mit Kunstwerken bestückt. Im Zentrum stehen hier die Alten Meister. Unter ihnen Jan Brueghel der Ältere, dessen Werke auch im Louvre zu finden sind oder Peter Paul Rubens, der neben Rembrandt zu den bekanntesten Malern des Barock zählt. Für die holländischen und flämischen Meister sind die Schweriner Sammlungen berühmt. Auch die weltweit größte Sammlung des französischen Tiermalers Jean-Baptiste Oudry ist im Besitz des Museums. Schwerin zählt zudem zu den wenigen Orten in Europa, an denen Werke von Marcel Duchamp zu sehen sind.

Irmgard Reineke kommt aus Hamburg. Sie ist nur auf der Durchreise. Doch ins Museum wollte sie unbedingt. „Die Werke gefallen mir außerordentlich“, sagt die Rentnerin. Sie habe über Freunde von der Fülle flämischer Kunst erfahren und hat jetzt die Gelegenheit genutzt, sich die Werke anzuschauen. „Der kleine Umweg, den ich fahren musste, hat sich wirklich gelohnt“, betont Reineke.

Auch Simone Herold und Kristin Engels sind in Schwerin nur zu Besuch. Die beiden Freundinnen aus Lübeck und Eutin haben ihren Rundgang im Untergeschoss begonnen. Hier sind die Werke der Neuen Meister ausgestellt. Die Räume, in denen die zeitgenössische Kunst, wie Günther Ueckers „Weißer Schrei“, zu sehen ist, wirken durch helle Farben und Freiräume ebenfalls modern.

Seit 1882 gibt es das Museum in Schwerin. Der Architekt Hermann Willebrand, ein Schüler Friedrich August Stülers, plante das Gebäude zu seiner Zeit nach modernsten technischen Gesichtspunkten. 1901 entstand der theaterseitige Flügel. Vor zwei Jahren eröffnete der Neubau für Wechselausstellungen.

Service

Öffnungszeiten

April bis Oktober

Di. bis So. 11 bis 18 Uhr,

November bis März

Di. bis So. 11 bis 17 Uhr,

Öffentliche Führungen

Sa. 12 Uhr, So. 11 Uhr

Preise

Ständige Ausstellung 5,50 Euro, inkl. Sonderausstellung 8,50 Euro, Ermäßigung möglich

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