Größten Wunsch erfüllt : Traumreise im Beiwagen

Das Gespann beim Start am Sozius-Hospiz: Dirk Burmeister auf der BMW, Baujahr 1954, Nils im Beiwagen, so ging es auf die Tour durch die Landeshauptstadt.
Das Gespann beim Start am Sozius-Hospiz: Dirk Burmeister auf der BMW, Baujahr 1954, Nils im Beiwagen, so ging es auf die Tour durch die Landeshauptstadt.

Dirk Burmeister chauffierte schwer kranken Nils mit dem Motorrad durch Schwerin

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05. Juni 2016, 09:00 Uhr

Das schwarze Motorrad-Gespann glänzt in der Sonne. Eine BMW, Baujahr 1954. Nils ist glücklich. Für den 28-Jährigen, schwer krank und seit mehreren Monaten Gast im Hospiz am Aubach, geht ein Traum in Erfüllung: eine Fahrt im Beiwagen durch Schwerin. Vorsichtig heben die Pfleger den jungen Mann in das Fahrzeug. Geschafft. Es kann losgehen. Nils macht das Victory-Zeichen.

„Wir haben überlegt, wie wir Nils eine Freude bereiten können“, sagt Hospiz-Leiterin Katy Nülken. Motorräder seien die große Leidenschaft des 28-Jährigen. „So ist die Idee entstanden, einfach mal Dirk Burmeister zu fragen, ob er uns helfen kann.“ Und der Schweriner Motorrad-Händler zögerte nicht einen Moment. „Nach dem Feuer in meiner Werkstatt in der Goethestraße im Herbst vergangenen Jahres habe ich so viel Hilfe von so vielen Menschen bekommen, dass ich gerne etwas davon zurückgebe, sagt Burmeister, in seiner aktiven Zeit mehrfacher Motocross-Meister.

Die BMW knattert, ein Geräusch, das die Herzen von Oldtimer-Fans höher schlagen lässt. Benzingeruch erfüllt die Luft. „Wenn es irgendetwas gibt, klopfst Du mit Deiner Hand an mein Bein“, sagt Burmeister zu Nils, der mit Helm und Sonnenbrille im Beiwagen sitzt. Und ab geht die Post. Katy Nülken fährt im Auto hinterher, falls es unterwegs doch Probleme geben sollte. Quer durch Schwerin führt die Tour. Nils genießt den Fahrtwind, den Blick auf die Stadt und die Reise, die er sich so sehr gewünscht hat.

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